"Rodel Heil!"
(um 1900, Foto: Slg. R. Boehm)
Holz-Rückeschlitten auf dem Ravensberg
(07.12.2014, Foto: R. Boehm)
Bad Sachsa war über 8 Jahrzehnte
bedeutender Wintersportort.
Eine Fehlentscheidung läutete den Untergang ein und der Klimawandel,
also wir alle, besorgten den Rest...
(BSN 31.01.1929)
- 1) Der KLEINSCHLITTENsport + der BOBsport
- 2) Der Schlittschuh-Sport
- 3) Die Firma Ski-Schäfer
- 4) Ravensberger Rodelclub + W.S.V. Bad Sachsa
- 5) Diverse Belege (Urkunden, Medaillen)
- 6) Einige besondere Ski aus Bad Sachsa
Bitte bedenken Sie, liebe Interessierte, dass diese Seite immer mehr erweitert, verbessert wird - sie aber nie vollkommen sein kann! Und nun "Ski Heil"!
Dem Bad Sachsaer Kind und Sportler
Karl-Heinz Imse
verdanken wir die folgende Zusammenfassung:
"Der lange Aufstieg und schnelle Untergang des Wintersports in Bad Sachsa"
Vor fast 100 Jahren fanden sich unsere Großväter auf dem Ravensberg zusammen, um einen Rodelclub zu gründen.
Zweck des Vereins: "Die körperliche und sittliche Hebung der Mitglieder". Aus kleinsten Anfängen hat sich Bad Sachsa zu einem bekannten und erfolgreichen Wintersportplatz entwickelt. Bereits 1914 führte der "Ravensberger Rodelclub"
[Anm.: tatsächlich "W.S.V. Bad Sachsa u. Umgegend", der 1911 aus dem 1909 gegründeten Rodelcklub hervorging]
die 3. Deutschen Rodelmeisterschaft durch. Sachsa entwickelte sich zur Rodelhochburg.
Nach dem 2. Weltkrieg drängten viele Skiläufer nach, so wurde aus der Rodelgemeinschaft dank unserer Väter ein leistungsstarker Wintersportverein. Waren unsere Väter schon erfolgreich als 2. Deutsche Vereinsmannschaftsmeister, Thüringer Meister, Teilnehmer einer Olympiaauswahl usw., so kamen nun die Erfolge der Jugend: 5x Deutsche Lenkschlittenmeister. Mehrfache Harzer Rodel- u. Lenkschlittenmeister, eine Vize-Weltmeisterin und mehrere Nationalmanschaftsmitglieder.
Es war eine große Rodelfamilie, die zu Vereinsmeisterschaften 60 Rodler und Rodlerinnen stellte.
Doch die jüngere Skiabteilung stand den Rodlern nicht nach.
Bereits vor dem 2. Weltkrieg entstand die Sprungschanze am Warteberg. 1940 u. 42 stellten die Jungen die Kreismeister des Kreises Nordhausen. 2x nahmen sie an den thüringischen Meisterschaften im Thüringer Wald teil. Einmal sogar an den
"Großdeutschen Meisterschaften" in Garmisch-Partenkirchen.
Nach 1945 entwickelte sich der Skisport, in der Hauptsachse das Skispringen.
Bad Sachsa führte als erste in der Welt Nacht-Skispringen am Warteberg + später auch auf der großen Ravensbergschanze durch.
Es war schwer, Anerkennung im Harz zu finden.
Schließlich waren wir ja eigentlich Thüringer!
Doch die Springer fanden bald Anerkennung im Harz, wie auch die Rodler.
Die Anforderungen der größeren Sprungschanzen im Harz gaben Anlaß, eine größere Schanze im schneesicheren Ravensberggebiet zu bauen.
Dank Willi Müller wurde 1950 die große Ravensbergschanze eingeweiht.
So kam Bad Sachsa in die Reihenfolge der Harzorte, die Harzer nordische Meisterschaften durchführten. Auch die alpinen Meisterschaften konnte Bad Sachsa nun durchführen durch die Anlage eines Slalomhanges und der Abfahtsstrecke "Wolfstrift" . Sachsa stellte Harzer Meister im Skispringen, führte die deutschen Jugendmeisterschaften durch, wurde Träningszentrum der Harzer Springer, stellte bei den
DDR-Empormeisterschaften in Ilmenau den Sieger im Skispringen,
den 2. in der nordischen Kombination und ebenfalls den 2. Platz beim Langlauf der Damen.
Danach folgte das finnisch-deutsche Vergleichsspringen auf der Ravensbergschanze; folgten viele Siege u. Erfolge der Sachsaer Springer; der 4. Platz der deutschen Jugendmeisterschaft u. Sieger der Klasse B, die Jugend drängte nach. Der Aufstieg in die Nationalmannschaft und in den C. u. D-Kader der Jugend u. Schüler.
Auf dem Höhepunkt des Wintersportvereins folgten die Geschäftemacher, und bauten einen Skilift in den Auslauf der Schanze. Dadruch kam die sportliche Tätigkeit der Springer wie auch der Rodler, denen die Bahn lahmgelegt wurde, zum Erliegen.
Der gesamte Vorstand, mit einer Ausnahme, trat zurück, um den verantwortlichen Stadtvätern zu weisen, welchen falschen Weg sie durch diese Maßnahme einschlugen. Die Totengräber hatten ihr Ziel erreicht. Der Wintersport kam zum Erliegen.
Die Liftnachfolger gaben dem Sport auch keine Chance.
Als der damalige Bürgermeister versuchte, ein Skigymnasium nach Bad Sachsa zu holen, war es sein Stellvertreter u. Liftbesitzer, der diese Möglichkeit vereitelte. Die Vereinsvorstände hatten auch keine Möglichkeiten, die sportlichen Tätigkeiten im Verein wieder zu beleben. Die Angebote des Kultusministeriums [Anm.: des Bundeslandes Niedersachsen] in Bad Sachsa die fehlende Großschanze u. Bobbahn zu bauen, fiel auch den Liftbetreibern zum Opfer.
So trägt man sich im Wintersportverein mit dem Gedanken, den Verein aufzulösen.
Armes Bad Sachsa.
Nachdem die kleine Sprungschanze, ohne den Zuschuß von 3.000 DM an das Land Niedersachsen zurückzuzahlen, abgebrochen worden ist, fehlt nun nur noch, dass auch die große Schanze beseitigt wird. Wert: ca. 70.000 DM.
Ratsherren und städtische Bedienstete sind dem Bürger verpflichtet.
Gilt das auch für Bad Sachsa?"
(Leicht an die heutige Sprache angepaßt durch Ralph Boehm, 21.12.2024)
Der KLEINSCHLITTENsport + der BOBsport
Der Kleinschlittensport
Unter Kleinschlitten versteht man üblicherweise einen Skeleton, den Rennschlitten (Rennrodel) und den Lenkschlitten.
Diese 3 Sportarten hatten, genau wie der Grossschlitten Bob, ihren eigenen Verband, und zwar den Deutschen Rodelbund (DRB), welcher 1911 von 5 Clubs gegründet worden war (Bad Sachsa, Dresden, Hannover, Hildesheim und Ilmenau).
Die Auswirkungen des II. Weltkrieges brachten eine neue Organisation des Sports im geteilten Deutschland. In der jungen BRD wurden Bob, Rodeln und Skeleton in 1949 zum Deutschen Bob- und Schlittensportverband (DBSV) zusammengefasst.
In der DDR gründete sich 1953 in Oberhof die Skeleton, Bob- und Schlittensport, 1957 dann in Ostberlin der Deutsche Schlitten- und Bobsportverband (DSBV). Im Zuge der deutschen Wiederver-einigung fusionierten in 1990 der DSBV mit dem DBSV,
seit 2000 Bob- und Schlittenverband für Deutschland (DSB).
("BOB Chronik-50 Jahre Bob- und Rennschlittensport",
Hrsg: F. Brunner im Auftrag des DBSV, 1953. Abgerufen 06-2009)
SKELETON
in ARBEIT
Mit dem Hotelier auf dem Ravensberg, Hermann Gänsehals, fing alles an:
Er besorgte aus dem Riesengebirge wohl 13 Hörnerschlitten
Wintervergnügen
(ca. 1910, AK: Slg. R Boehm)
Bad Sachsa verfügte mit der längsten Rodelbahn des Harzes (4.600 m) vom Hotel Ravensberg bis in die Stadt (entweder zum Schützenplatz und/oder zum Schmelzteich (Haus Bergsegen) wie auch von Eulingswiese hinter dem Pädagogium vorbei über zwei gute Rodelbahnen.
Eulingswieser Rodelbahn
(<= 1920, AK: Slg. R Boehm 3743)
III. Deutsche Rodel-Meisterschaften
werden 1914 von Frauen UND Männern gemeinsam
in einem Lauf in Bad Sachsa ausgetragen
Ankündigung
(1913, Pressefoto, Slg. R. Boehm)
(18.01.1914, Sonnagsbeilage zum Schwäbischen Merkur, S.4)
"Start des Ausscheidungsrennen"
03. Januar 1914
Umseitig ist handschriftlich zu lesen:
Personen: ganz links Apel (Ziegelei Osterhagen)
3: Brömel / 14: Herm. Gänsehals / r. daneben: Herm. Döbrich / dahinter Otto Löhnis / 4: Adolf Hoffmann / Hinter 8: Müller / 1: Emil Lohoff / dahinter 6: Emil Schwab (??) / Rechts daneben: Max Eckstein / Rechts dahinter: Karl Deibel /
Rechts daneben: Adolf - Schreiberhau / 2: Raupach - Schreiberhau
Rechts davon: Osteroth - Leipzig / 11: Herm. Wedler.
Das Starterfeld bestand aus Frauen und Männern ! (das Foto zeigt nicht alle Teilnehmer/innen). Allerdings verzichtete der damalige Chronist auf die Aufzählung der Damen (vgl. z.B. Nr. 16) und die überregionalen haben es einfach nicht hinterfragt.
Am schnellsten fuhren:
Willi Raupach, Schreiberhau, 8 Min. 27 Sek.
Gerhard Adolf, Schreiberhau, 8 Min. 54 Sek.
Deutsche Rodelmeisterschaft
Bad Sachsa 3.-5. Jan. 1914
(2x Foto: Slg. R. Boehm)
"2. PREIS DAMEN-EINSITZER-RODELN BAD SACHSA 1914".
Vermutlich zur III. Deutschen Rodelmeisterschaft ausgegeben, Entwurf Paul Juckoff-Skopau.
(Slg. R. Boehm)
Die längste Rodelbahn des Harzes
(21.12.1916, Nordhäuser Zeitung)
(Quelle?)
(31.01.1929, BSN)
Die längste Rodelbahn des Harzes
(21.12.1916, Nordhäuser Zeitung)
1931: Nordwestdeutsche Rodelmeisterschaft auf der herrlichen Ravensberger Naturbahn.
(11.01.1931, BSN)
Herren-Einsitzer
1. Herr Dr. Deimler
2. Herr G. Creutzberg
3. Herr W. Krieghoff
4. Herr Pfaue (Schierke)
[WSV Bad Sachsa]
Damen-Einsitzer
1. Frl. Winkler (Schierke)
2. Frl. Riemenschneider
3. Frl. Hansen (Schierke)
4. Frl. Nürnberger
5. Frau Dr. Deimler
[WSV Bad Sachsa]
Doppelsitzer
1. Rosenbusch-Geister (BRL)
2. Dr. Deimler-Creutzberg
3. Schäfer-Beyermann
4. Witter sen. u. jun.
[WSV Bad Sachsa]
RODELFEST im Winter 1931 auf 1932 mit Schlittenrennen;
der Start war direkt vor dem Hoteleingang Ravensberg..
(Fotos: Slg. R. Boehm)
Die folgenden Fotos haben uns Kirsten geb. Spies und Dieter Lauenstein zur Verfügung gestellt:
1910 ff, Rodelpartie am Ravensberg
1929 ca., Lenkschlitten mit Karl Lautenbach am Steuer, genannt "Die Krähe"
1930er, Mit Startnummer 9 am Rodelrennen auf dem Ravensberg
15.02.1931
Gau=Mannschaftsrodeln
Schierke
3. Preis: Witter (WSV Bad Sachsa)
(Plakette, Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
1931/1932: Rodelfest auf dem Ravensberg mit Rodelrennen. (Fotoalbum Scholten)
1931/1932: Rodelfest auf dem Ravensberg mit Rodelrennen. "2 Sieger. Rodeln am Ravensberg". (Fotoalbum Creutzberg, Besitz Horst Behrens)
Vom Ravensberg bis zur Kreuzeck-Hütte.
Vermutlich zum selben Zeitpunkt entstanden diese beiden Fotos. Wer kann bei der Identifizierung der Personen helfen?
Ganz rechts wohl Gerhard Creutzberg.
(1931/1932: Rodelfest auf dem Ravensberg mit Rodelrennen). (Fotoalbum Creutzberg, Besitz Horst Behrens)
"Bad Sachsa, 25. Februar. [1933]. (Wintersport)
Am 22. Februar wurden vom Wintersportverein Bad Sachsa Rodel= und Lenkerrennen ausgetragen, die eine Rekordbeteiligung von 70 Startenden aufzuweisen hatten. Am Lenker=Rennen, daß erstmalig in Bad Sachsa veranstaltet wurde, beteiligten sich 18 Fahrzeuge und Mannschaften. Zu diesem Rennen stellte das Pädagogium den weitaus größten Teil der Teilnehmer. Die jungen Leute waren mit großer Begeisterung bei der Sache, sodaß der Vorstand des Wintersportvereins hofft, auch beim nächsten Rennen wieder von der Leitung des Pädagogiums durch Entsendung von Mannschaften unterstützt zu werden. Besonderen Beifall erwarb sich der Presse-Bob mit seiner schneidig gekleideten Mannschaft. Die Rodler fuhren wie immer in 2 Klassen. Die Rennleitung ging wieder von dem Grundsatz aus , daß jeder Teilnehmer der noch keinen 1. bis 3. Preis erringen konnte, in Klasse 2 einrangiert werden muß. In Klasse 2 ist daher jedes Rennen für jedermann offen.
Die ersten Plätze belegten in den einzelnen Rennen:
Damen=Einsitzer Klasse 1: 1. Frau Creutzberg; 2, Frau Buchler; 3. Frl. Riemenschneider.
Klasse 2: 1. Frl. Gelpke, 2. Frl.Weßler, Hannover; 3. Fr.l Eck; 4. Frl. Nicolaus.
Jugendklasse: 1. Böttcher; 2. Neumeyer.
Herren=Einsitzer Klasse 1: 1. Karl Witter, 2. Fritz Schäfer.
Klasse 2: 1. Fritz Creutzberg; 2. Spieß; 3. Karl Imse, 4. Willy Weißhuhn.
Senioren: Karl Witter sen.; Frl. Potthoff.
Zweier=Lenker:
1. Küster = Bergk, Pädagogium;
2. Balzer = Köpke, Pädagogium;
3. Jordan = Weißhuhn, Bad Sachsa
4. Lautenbach = Tietze, Bad Sachsa;
5. Giebe = Jähne, Pädagogium;
6. Mühlrath = Stoffregen, Pädagogium;
7. Kolle = Bauer, Pädagogium.
Trotz der nicht allzu günstigen Schneelage an den Warteberg=Sprungschanzen konnte der für den 23. Februar angesetzte Sprunglauf mit gutem Erfolge durchgeführt werden. Auch hier zeigte sich, daß das Interesse für den Wintersport in unserm Kurort ständig steigt, und begründete Aussicht besteht, daß wir in den nächsten Jahren Springer haben werden, die auswärtige Konkurrenz nicht scheuen brauchen. 11 Jugendliche und 7 Aeltere in Klasse A sprangen mit großem Schneid und teilweise in recht guter Haltung. Daß in diesem Sprunglauf mehr Stürze als im vergangenen Jahre verzeichnet werden mußten, lag an der mäßigen Schneelage.
Die Leistungen wurden in folgender Reihenfolge gewertet.
Klasse A: Dieter Orth, Hermann Wiedemann, Hans Schöning, Paul Leimcke, Otto Spicher.
(Bad Sachsaer Nachrichten, ebenfalls 25.02.1933)
Harzer Rodelmeisterschaften
auf der Molkenhausbahn
1. Sieger: Dr. Deimler
2. Sieger: Gerhardt Creutzberg
Im Doppelsitzer:
1. Sieger: Creutzberg + Deimler
2. Sieger: Beyermann + Schäfer
3. Sieger: Krieghoff + Aurin.
SELBSTREDENDE ALLE VOM WSV BAD SACHSA!!!
(Bad Sachsaer Nachrichten, 28.02.1933)
(Bad Sachsaer Nachrichten, 25.02.1933)
(Bad Sachsaer Nachrichten, 28.02.1933)
links + rechts:
"Vereinsmeisterschaft Bad Sachsa
März 1934

Winterkampfspiele 1934 in Schierke
(Foto: Familie Witter)

30.01.1938, Gaumannschaftsrodeln
(Foto: Familie Witter)

Schierke
(Foto: Familie Witter)
10.02.1935
Gau=Mannschaftsrodeln
Hahnenklee
2. Sieger: Witter (WSV Bad Sachsa)
(Plakette, Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
12. März 1936
Gau=Rodelmeisterschaft
auf der Ravensbergbahn
Herren-Einsitzer
1. Karl Witter jr. (WSV Bad Sachsa)
2. Pettersson (Hahnenklee)
Damen-Einsitzer
1. Frau Creutzberg (WSV)
2. Frl. Riemenschneider (WSV)
3. Frl. Kohlrausch (Hahnenklee)
Doppelsitzer
1. Deimler-Creutzberg
2. Schäfer-Riemenschneider (beide WSV)
(Bad Sachsaer Nachrichten)
Bad Sachsaer Wintersportler (4x Fotos: Egon Oldehaver)
Nach der Siegerehrung vor einem Hotel in Braunlage.
v.l.n.r.: "Bubi" Wenzel, Egon Oldehaver, Armin Witter, ???, Helga Müller, dahinter Günter Wedler, Lutz Lohoff, ???, Wolfgang Pfeiffer
vorn links: Karl Lautenbach (die "Krähe"), Hans Schöning, Max Oldehaver
1955
Hier werden Chancen ausgerechnet...
v.l.n.r.:
Edgar Diekmann, Host Otto, den vorjährigen westdeutschen Meister Siegfried Jordan, Josef Mayer, Gerdtrud Engelke (Dritte des internationalen Garmischer Rennens) und
Armin Witter
(11.02.1955, Sport im Bild. DDR)
1957
- HELGA MÜLLER
- in arbeit
1957
Am Ravensberg
Links: Die Startrampe
"Der Austieg ist oft sehr beschwerlich.
Doch es lohnt sich, sein wir mal ehrlich."
v.l. Peter, Werner David, Peter Birnbaum, Uwe Ecke, Günther Hornschuh
(Fotoalbum Hans-Peter Borchers)
Unsere Kunden
Wir sind erfahren, verlässlich sowie fokussiert auf gute Ergebnisse und wissen es zu schätzen, mit großartigen Kunden zusammenzuarbeiten.
Unsere Vision
Es gibt eine einfache Wahrheit: Wenn Sie an das glauben, was Sie tun, können Sie Großes erreichen. Das ist der Grund, warum Ihnen bei der Erreichung Ihres Zieles helfen möchten.
1958
Das vielleicht beste Jahr des Bad Sachsaer Rodelsports
(Fotoalbum Lutz-Werner Lohoff)
26.01. 1958: Harzer Renn-Rodel-Meisterschaft auf dem Ravensberg (Einsitzer)
(Fotoalbum Lutz-Werner Lohoff)
"Der Start"
"4-3-2-1 los!"
Karlheinz Lohoff auf der Startgerade
Manfred Neumeyer auf der Startgerade
"Lukke im KRÄHENNEST"
"Witter`s Lukke Lohoff"
26.01. 1958: Harzer Renn-Rodel-Meisterschaft auf dem Ravensberg (Doppelsitzer)
"Im Krähennest". (Fotoalbum Lutz-Werner Lohoff)
"Rennrodeln auf dem Ravensberg" (sagt Wolfgang Mende auf Facebook am 29.11.2018)
08/09.02. 1958:
Deutsche Renn-Rodel-Meisterschaft in Hahnenklee-Bockswiese/Harz
(Einsitzer + Doppelsitzer)
"Horst Tiedke / B.C. Hinterzarten und
Helga Müller / W.S.V. Bad Sachsa
Deutsche Doppelsitzer-Meister 1958"
(Fotoalbum Lutz-Werner Lohoff)
Horst Tiedke wurde 1935 in Ilmenau im Harz geboren. Er wurde schon früh als Nachwuchstalent entdeckt und jeden Winter in Oberhof mehrere Monate lang geschult, Als 16jähriger war er der "Jüngste Bobfahrer Mitteldeutschlands". 1953 startete er erstmals auf dem Rennrodel und wurde als 18jähriger auf Anhieb Jugendmeister im Doppel. Gründlichen Rodelunterricht erhielt er bei Europameister Walter Feist; im Sommer bildeten Leichtathletik und Gymnastik die Ergänzung des Trainings.
Dreimal konnte T. den mitteldeutschen Titel erringen. 1956 wurde er 2. bei den Gesamtdeutschen Rodelmeisterschaften und 1957, jetzt für den BSC Hinterzarten startend, wurde er zusammen mit Hannelore Zappe 2. der deutschen Meisterschaft. 1958 kam er bei den Rodelweltmeisterschaften in Krynica in Polen zusammen mit Helga Müller (W.S.V. Bad Sachsa) auf den 5. Platz. Eine Woche später gewannen beide in Hahnenklee vor den Weltmeistern Fritz Nachmann / Josef Strillinger die Deutsche Meisterschaft im Doppelsitzer.
"Blick aus der Grossen S- Kurve in die Kleine S-Kurve"
"Blick in die Eiswand der Rodelbahnkurve"
"In der Kleinen S-Kurve: Manfred Neuheyer" (Nr. 28)
"In der Kleinen S-Kurve: Karlheinz Lohoff" (Nr. 29)
"Karlheinz Lohoff in der Grossen S- Kurve"
"Die letzten Sekunden vor dem Start: Helga Müller / W.S.V.-Bad Sachsa"
"Die letzten Vorbereitungen zum Start"
"Helga Müller W.S.V.-Bad Sachsa"
"Egon Oldehaver / W.S.V.-Bad Sachsa im Ziel"
"Fachgespräch zwischen
Albert Kraus / Harzburg
Lutz Tümmler / Hahnenklee und
Nebomuk Beer / Königssee"
"Der Deutsche Rennrodel-Meister 1958 Dr. Berndt / M.T.V.-Seesen"
Der Deutsche Rennrodel-Meister 1958 Dr. Berndt / M.T.V.-Seesen"
"H. Müller" am Start mit Nr. 52
"Ellen Lemm Lutz Tümmler"
"M. Neumeyer"
"Kommt ja nicht näher", denkt Manfred "Was ich wachse? Einen Harzkäse!"
"Doppelsitzer-Weltmeister Sepp Stillinger in der Grossen S-Kurve"
Bad Sachsaer Nachrichten 27.11.1958:
"BAD SACHSA. In der Jahreshauptversammlung des WSV Bad Sachsa nahm Sportwart Karl Witter für seine Sparte Rennrodel die Ehrung von verdienten Vereinssportler vor..."
FOTO ERSETZTEN DURCH bsn-Artikel
"Der Norddeutsche Bob- und Schlittensportverband im Spiegel der Presse 1958/59"
Zusammengestellt von Reginal Beerbohm, Goslar. In Auszügen
Braunschweiger Presse vom 27./28.12.1958:
HARZER RODLER WARTEN AUF SCHNEE - VIER RODELBAHNEN GIBT ES IM HARZ
GOSLAR. Die Wintersportler des Harzes bereiten sich auf die ihnen noch bevorstehenden Tage vor, die für sie der schönste Teil des Jahres sind. Nicht nur die Skifahrer werden dabei auf ihre Rechnung kommen, sondern auch die, die sich dem Rodelsport verschrieben haben.
... Die Zahl der Sportler [Anm.: so Dr. Berndt, Vorsitzender des Norddeutschen Bob- und Schlittenverbandes], die den Rennrodel als Sportgerät ausgewählt haben, ist auch im Harz nicht klein. Sie ist - so wurde uns erklärt - weit größer, als die Bobfahrer. Das Verhältnis kann bei 95 zu 5 liegen. Im Harz gibt es nur vier Rodelbahnen und zwar in Hahnenklee, Bad Harzburg, Bad Sachsa und Braunlage. Hahnenklee bereitet noch für den kommenden Winter die Bahn so vor, daß sie auch bei künstlicher Beleuchtung befahren werden kann. Das wird auch für die Kurgäste ein besonderes Vergnügen sein.
Auf den vier Rennrodelbahnen des Harzes jagen die Mitglieder von Vereinen aus Goslar, Hahnenklee, Harzburg, Braunlage, Clausthal, Bad Sachsa, Katlenburg, Seesen, und neuerdings auch von zwei Vereinen aus Wolfsburg über die Bahnen....
... Die ideale Rodelbahn sollte ein Gefälle von etwa 12 % haben. In ihr müßten acht bis zehn überhöhte, scharfe Kurven vorhanden sein, so daß eine Geschwindigkeit von 60 bis 80 Kilometersunden gefahrlos erreicht werden könnte. Auch beim Rennrodeln ist ein Sturzhelm Vorschrift. Sportwart Prokopf vom Deutschen Bob- und Schlitensportverband bemerkte hierzu, daß der Helm schon manchem Rodler vor ersteren Verletzungen und Schlimmerem bewahrt habe.
Im Harz sind für die nächste Zeit folgende Veranstaltungen vorgesehen:
11. Januar in Bad Sachsa "Martin-Tietze-Gedächtnis-Rennen",
18. Januar in Hahnenklee "Rohkamp-Gedächtnis-Rennen,
25. Januar Norddeutsche Meisterschaften in Braunlage,
1. Feburar in Bad Harzburg Harzer Meisterschaften und am
1. März in Braunlage Harzer Schülermeisterschaften.
Der Norddeutsche Bob- und Schlittensportverband wird weiter bei den
Deutschen Jugendmeisterschaften (Oberreifenberg),
dem Großen Preis von Deutschland (Garmisch),
den Weltmeisterschaften am 7. und 8. Feburar in Villard-De-Mans und an den gleichen Tagenbeim Mannschaftsrennen um den Deutschen Mittelgebirgs-Pokal in Hallenberg dabei sein. Den Abschluß wird am 15. Februar die Deutsche Meisterschaft in Triberg sein.
(Wintersport- und Heimatmuseum Bad Sachsa)
Bad Sachsaer Nachrichten 11.01.1959:
"Bad Sachsaer Rodelsportler an der Spitze.
Gedächtnisrennen bei schwierigster Bahn, doch stärkster Beteiligung...
Martin-Tietze-Gedächtnis-Rennen, das erste Verbandsrodelrennen dieses Jahres in Bad Sachsa und im gesamten Harzgebiet..."
(etwa 1.100 Meter)
MÄNNER
- 1. Egon Oldehaver, WSV Bad Sachsa 2.05,3
- 2. Karl Lohoff, WSV Bad Sachsa 2.05,6
- 3. Vorjahressieger Dr. Berndt vom MTV Seesen 2.26,2
- 4. Wolfgang Lottermann vom WSV Clausthal-Zellerfeld
DAMEN
- 1. Helga Müller, WSV Bad Sachsa 2.14,0
- 2. Dorothea Koch, WSV Clausthal-Zellerfeld
- 3. Christa Matthias, VFL Wolfsburg
FOTO ERSETZTEN DURCH bsn-Artikel
Braunschweiger Zeitung, 20.01.1959
100 Rodler in Hahnenklee am Start. 2.000 Zuschauer
Dr. Berndt war nicht zu schlagen... beim
Rohkamp-Gedächtnis-Rennen
HERRENKLASSE I (zwei Läufe, je 1.000 Meter)
- 1. Dr. Berndt (Seesen) 2.18,90
- 2. Egon Oldehaver (Bad Sachsa) 2.22,77
- 3. Kraus (Bad Harzburg) 2.33,34
DAMEN
- 1. Helga Müller (Bad Sachsa) 2.21,17
- 2. Engelke (Hahnenklee) 2.25,74
- 3. Matthias (Wolfsburg) 2.28.45
DOPPEL
- 1. Gieske/Engelke (Hahnenklee) 41.93
- 2. Lautenbach/Pfeiffer (Bad Sachsa) 42.35
- 3. Oberländer/Mulden (Braunlage) 42.45
"Bei den am Sonntag in Hahnenklee ausgetragenen
HEINRICH-ROHKAM-Gedächtnisrennen im rodeln siegte der Deutsche Meister Dr. Helmut Berndt in der Herrenklasse I vor Oldehaver (Bad Sachsa) und Kraus (Bad Harzburg)... bei den Damen siegte Helga Müller (Bad Sachsa)
(vgl. u.a. Seesener Tageszeitung, 19.01.1959 und Göttinger Tageblatt 20.01.1959)
PS: in anderen Veröffentlichungen variieren die Zeiten etwas.
FOTO ERSETZTEN DURCH bsn-Artikel
31.1.-01.02. 1959:
"Grosser Preis von Deutschland"
Garmisch-Partenkirchen
"Horst Tiedke und Helga Müller
in der Bayer`n Kurve"
(Fotoalbum Lutz-Werner Lohoff)
"Beim Rennrodeln um den Großen Preis von Deutschland waren die starken Vertretungen von Deutschland in allen drei Konkurrenzen überlegen und holten sich ausnahmslos die ersten Plätze. Insgesamt waren rund 100 Teilnehmer aus sechs Nationen, darunter Österreich in Garmisch am Start.
(Göttinger Tageblatt, 02.02.1959)
"Glänzender Erfolg Sachsaer Rennrodler
Oldehaver, Lohoff, Helga Müller und Lautenbach in Front.
BAD SACHSA. Zum Wochenende wurde - diesmal von Garmisch-Partenkirchen aus - der Name unseres heilklimatischen Kurzortes durch Sachsaer Teilnehmer am GROßEN PREIS VON DEUTSCHLAND im Rennrodeln in alle Welt getragen. Die heimischen Teilnehmer Egon Oldehaver, Karlheinz Lohoff, Karl Lautenbach und Helga Müller belegten unter stärkster Internationaler Konkurrenz hervorragende Plätze. Daß die Olympia-Bobbahn in Garmisch-Partenkirchen im Rennrodel eine Domäne der Bayern ist, weil sie gerade diese schnelle Bahn besser als alle anderen kennen, weiß jeder, der nur ein bißchen mit Rodelsport zu tun hat. Um so höher ist deshalb das Abschneiden unserer heimischen Rennrodler zu werten.
... Unter Führung des Mannschaftsbegleiters Max Oldehavers, mit dem stattlichen Aufgebot von insgesamt 22 Harzer Rodelsportlern ging es per Bus...nach Garmisch-Partenkirchen...
85 Fahrer, aus Italien, Jugoslawien, Österreich, Holland, Norwegen und Deutschland...
...Erster Norddeutscher: Ein Sachsaer - Es kann darum kaum hoch genug bewertet werden, daß als erster Norddeutscher überhaupt nach fünf Bayern Egon Oldehaver aus Bad Sachsa den sechsten Platz im Gesamt-Klassement belegte. während die anderen Sachsaer Teilnehmer immerhin noch hervorragende Mittelplätze erreichten. So kam Karlheinz Lohoff auf den 14. und Karl Lautenbach - beide Bad Sachsa - auf den 15. Platz. Unser Altmeister Karl Lautenbach brachte mit seinen 45 Jahren sogar das einzigartige Kunststück zuwege, vor dem Holländischen Kortenoever in der Klasse der Senioren Sieger zu bleiben!... Er kam übrigens noch im Doppelzweier mit seinem Sportkammeraden Wolfgang Pfeiffer aus Bad Sachsa auf den 9. Platz von 27 Teilnehmern, während Egon Oldehaver mit Werner Koch aus Clausthal-Zellerfeld im Doppelzweier den 10 Platz errangen.
Auf keinen Fall zu vergessen ist jedoch: Bei den Damen schaffte Helga Müller aus Bad Sachsa im Rodeleiner einen höcht achtbaren 4. Platz, so daß auch nach dieser Seite hin Bad Sachsa in Front lag...
... Ein Teil unserer Rodelsportler ist nun schon wieder zu neuen Wagnissen unterwegs:
Helga Müller und Egon Oldehaver, als einzige Norddeutsche Rennrodelvertreter, nach
Villard-de-Mans in Frankreich, um dort am Wochenende an der Weltmeisterschaft im Rennrodel teilzunehmen, eine Auszeichnung, die wieder der Stadt Bad Sachsa zum ruhme gereicht. Im Anschlußheran müssen sie dann sofort nach Triberg im Schwarzwald fahren, um auch bein den dort auszutragenden Deutschen Rennrodelmeisterschaften vertreten zu sein."
(Der Norddeutsche Bob- und Schlittensportverband im Spiegel der Presse 1958/59)
ERSETZEN DURCH ARTIKEL IN BSN 03.02.1959
"Karlheinz Lohoff in der Bayern-Vorkurve (Im Hintergrund das Wetterstein-Gebirge
"Sieger im Grossen Preis von Deutschland im Doppelsitzer Sepp Lenz / Nebomuk Beer - W.S.V.-Königssee" "Zwischen Kreuzeck- und Bayer`n Vorkurve"
"Bayer`n Kurve" (schlecht lesbar)
"Rodel in der Ziel-Kurve"
"Herbert Broistedt R.R.C. Bad Harzburg"
"Ex-Weltmeister Hans Schaller
W.S.V.-Schliersee"
"Rennrodelsport kein Altherrensport
Doppelsitzer-Weltmeister Sepp Stillinger"
"Am Wochenende wird in VILLARD-LE-MANS (Frankreich) die Rennrodel-Weltmeisterschaft ausgetragen.
Helga Müller, die 21jährige Modistin aus Bad Sachsa, wird dabei als einzige deutsche Teilnehmerin starten und den Vizeweltmeistertitel verteidigen.
Sie wird außer in der Einzelkonkurrenz im Doppelsitzer mit Horst Tietge aus Hinterzarten starten. Zur Deutschen Mannschaft gehören außerdem die Harzer Egon Oldehaver (Bad Sachsa) und Dr. Berndt (Seesen)
(Braunschweiger Presse, 06.02.1959)
"Die deutsche Mannschaft besteht aus 11 Herren und drei Damen und wird geführt von Bundessportwart Erwin Prokoph aus Goslar"
(Goslarsche Zeitung, 06.02.1959)
21. u. 22.01. 1959: Deutsche Rennrodel-Meisterschaft in Bad Triberg/Schwarzwald
(Fotoalbum Lutz-Werner Lohoff)
"In der Ziel-Kurve"
"Im Ziel"
Stadtmeisterschaften 1959
zwei Läufe
EINSITZER (Männer)
- 1. Egon Oldehaver 3:28,0
- 2. Karl-Heinz Lohoff 3:27,6 [sic]
- 3. Karl Lautenbach 3:43,5
EINSITZER (Damen)
- 1. Helga Müller 3:47,1
JUGEND
- 1. Klaus Wenzel 3:51,7
- 2. Lutz Lohoff 3:59,0
- 3. Arnulf Eisnach 4:15,5
DOPPELSITZER (ein Lauf)
- 1. Oldehaver/Müller 1:56,0
- 2. Gebrüder Lohoff 1:59,0
- 3. Lautenbach/Eisnach 2:05,8
Um das "Blaue Band vom Ravensberg" 1959
zwei Läufe
EINSITZER (Mönner)
- 1. Egon Oldehaver 3:19,7
- 2. Karl-Heinz Lohoff 3:35,4
- 3. Karl Lautenbach 3:44,8
EINSITZER (Damen)
- 1. Helga Müller 3:46,1
JUGEND
- 1. Lutz Lohoff 4:00,9
- 2. Klaus Wenzel 4:03,8
- 3. Arnulf Eisnach 4:17,6
DOPPELSITZER (ein Lauf)
- 1. Gebrüder Wedler 1:56,3
- 2. Oldehaver/Helga Müller 1:59,2
- 3. Lautenbach/Eisnach 2:04,6
Um den Zuschauern ein besonderes Schauspiel zu geben, wurde noch ein Einsitzerfahren der Asse durchgeführt: 1. Egon Oldehaver 1:41,8, 2. Karl Lautenbach 146,0, 3. Helga Müller 1:47,6
(Der Norddeutsche Bob- und Schlittensportverband im Spiegel der Presse 1958/59, zusammengestellt von Reginald Beerbohm, Goslar)
1961
Spitzenreiter: Oldehaver - Lautenbach
Ravensberger Rodelrennen am 50. Jahrestag des Sachsaer Wintersportvereins
"Rohkam-Gedächtnis-Pokalrennen"
Vorsitzender Otto Kronberg
"Rohkam-Gedächtnis-Pokal" 1961
Sieger + Gewinner des Heinrich Rohkam-Pokals wurde Egon Oldehaver vom WSV Bad Sachsa vor Karl Lautenbach (WSV Bad Sachsa). Den dritten Platz belegte Wolfgang Westerling (Bad Harzburg); vierter wurde Joachim Römer (Bad Harzburg) vor Armin Witter (WSV Bad Sachsa).
(BSN, 10.01.1961)
Rodelrennen in Hahnenklee im Februar 1962
Für Sachsa drei Sieger.
Damit stellt unsere Stadt in allen drei Klassen um den Kampf des Landesmeistertitels die drei Sieger in den entsprchenden Kategorien
Niedersachsenmeister 1962: Egon Oldehaver
Sieger in Klasse II: Günter Wedler
Sieger in Klasse III: Werner Kleemann
3. Platz im Doppelsitzer: Gebrüder Günter und Manfred Wedler
Großer Preis von Deutschland 1962:
8. Platz durch Egon Oldehaver
(21.02.1962, BSN)
Immer wieder neu: die Naturbahn am Ravensberg.
vermutlich 1962 (4 Fotos: Gerhard Pfeiffer)
Ums BLAUE BAND VOM RAVENSBERG, 1962
Die junge Rodler-Garde.
Margot Oldehaver (Mitte), Bärbel Eilhardt (links), Ramona Pessarer.
Hinter ihr Dietrich Eisnach und Günter Wedler ("Günther")
(BSN, 05.03.1962)
"Vor dem letzten Rodelrennen
unserer Bad Sachsaer Teilnehmer in Braunlage,
bei welchem Karl Lautenbach und Günter Oldehaver (beide oben links) durch Stürze verletzt worden sind" (BSN 03.03.1964)...
Auszug des Schlittenbestandes des Wintersport- + Heimatmuseums Bad Sachsa:
Mit einem identischen Gasser-Rodel und diesem Baseball-Helm errang Helga Müller den Vize-WM-Titel 1957 in Davos
Doppelsitzer ("Schalenschlitten",
Eigenbau durch Karl Lautenbach, Baujahr vor 1980
(Geschenk von Martin Oberthür. Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
Kurzer Exkurs:
vom SKELETON zum Lenkschlitten/Bob
Die Kurorte Davos und St. Moritz in der Schweiz gelten als Ursprung des heutigen Skeletonsports. Unter den Gästen der beiden Orte war das Schlittenfahren sehr beliebt. Eigens für diese Zwecke errichte man 1884 eine Eisrennbahn in St. Moritz.
Dort machte auch der Rennrodelsport erste Gehversuche.
Unterhalb des Ortes Cresta entstand die Bahn, auf der ab Februar 1885 das Cresta-Rennen ausgetragen wurde. Zwei Jahre später, so heißt es, wagte der erste Fahrer eine Abfahrt mit dem Kopf voraus. Aus diesem Stil, der zunächst nur von einem kleinen Kreis betrieben wurde, entwickelte sich der heutige Wettkampfsport. Auch der Bobsport hat seinen Ursprung auf dieser Bahn, die die letzte Natureisbahn im Weltcup ist, die noch befahren wird.
(https://www.netzathleten.de/lifestyle/sports-inside/item/3357-skeleton-wer-hat-s-erfunden,
abgerufen am 15.12.2024)
1888 entwickelte in Andreasberg ein Engländer den ersten Bob, indem er zwei Schlitten hintereinander unter einem Brett montierte. Dabei war der vordere Teil über Seile steuerbar. Die daraufhin ausgetragenen Rennen wurden ausschließlich auf natürlichen Rodelbahnen ausgetragen, also auf Waldwegen, die vorwiegend zum Holztransport (ebenfalls auf Schlitten) angelegt waren.
Im Jahr 1890 verband der Engländer Wilson Smith in Sankt Moritz zwei einfache Schlitten mit Seilen und einem Brett zu einem Lenkrodel, als Bremse diente eine gewöhnliche Harke. Er nannte das Gleitgerät bobsleigh.
(Wikipedia, abgerufen 15.12.2024)
Skeleton, um 1890
Ein Geschenk von Albert Kraus an Karl-Heinz Imse;
beide haben es aber wohl nie selbst probiert!
(Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa, Foto: Slg. R. Boehm)
Wie auch immer die Entwicklung vom Skeleton zum Bob bzw. Lenkschlitten auch geschehen sein mag,
die Ähnlichkeit der Kufen von Skeleton und Lenkschlitten ist frappierend.
Dieser Lenkschlitten wurde durch die Schlosserei Creutzberg gebaut für (vermtulich)
Karl-Heinz Spies
Der Sachsaer Schlittensportler und Konstrukteur Karl Lautenbach hat in Zusammenhang mit dem Schlossermeister Gerhard Creutzberg (Pfaffenwiese 13) diverse "Schnittige Sport-Rodel nur kräftiger Qualitätsarbeit, starr und lenkbar..." gebaut, die in einer Zeitungsanzeige 1932 angepriesen werden:
"1. Höchste Betriebssicherheit durch stabile Bauart und zuverlässige Sägebremse,
2. Sichere Bahnlage durch eine besonders geformte Lauffläche;
3. Flotte Fahrgeschwindigkeit auch auf Bahnen bei wenigem Gefälle.
Sieger in zahlreichen Vereinsrennen.
Vielfacher Sieger bei Harz-Rodelmeisterschaften.
Sieger bei Deutschen Rodelmeisterschaften."
(Päda-Schulbericht 1932/1933)
(1950er, Foto: Kirstin geb. Spies und Dieter Lauenstein)
rs gestempelt mit: "Gerhard Creutzberg / Schlosserei / Bad-Sachsa"
"1. Sieger // Vereins-Lenker-Rennen // des Wintersportverein Bad Sachsa // 11. Januar 1942"
(später hds.: ) Jobst Jacobsen 1935-42 im "Päda"
Plakette aus Holz, Höhe ca. 25 cm
(Pädagogium Bad Sachsa, Foto 2015: Ralph Boehm)
HILFE !!!!!!!!!!!! Wer kennt diese Personnen ???
Ravensberg-Lenkschlittenrennen: Kurz vor dem Start. (o.J., Foto: Slg. R. Boehm)
Lenkschlitten der Familie Creutzberg im Winter 1946/47
(Foto: Slg. R. Boehm)
Lenkschlitten der Familie Creutzberg im Winter 1949
(Foto: Slg. R. Boehm)
Hans und Walter Danneberg vom W.S.V. Bad Sachsa werden II. Sieger bei der
1948: NIEDERSÄCHSISCHEN ZWEIER LENKSCHLITTEN MEISTERSCHAFT in Bad Sachsa
(Urkunde + Foto: Familie Danneberg)
KARL LAUTENBACH ("Die Krähe")
nach ihm ist die kleine Hütte "Krähennest" an der Rodelbahn auf Höhe des Dreiherrensteins benannt.
(* 1914 Bad Sachsa) aktiv von 1934 bis 1983
"Mein besonderer Stolz führt dahin, da ich alle meine Wintersportgeräte
- Rennschlitten, Lenkschlitten und Bob -
in mühevoller Handarbeit, standartgerecht, selbst gebaut habe.
So folgte 1949 der 1. Bau eines Bob. In Bad Sachsa der erste überhaupt."
Auszug seiner Erfolge:
- 1950: 5. bei Deutschen Meisterschaften ZWEIERbob, Hahnenklee (Beifahrer Siegfried Eder)
- 1951: 3. bei Deutschen Meisterschaften LENKSCHLITTENfahren, Hahnenklee (Beifahrer Siegfried Eder)
- 1952: 3. im Vorlauf der Olympia-Ausscheidung ZWEIERbob, Garmisch-Partenkirchen (Harry Köthe)
- 1952: DEUTSCHER MEISTER beim LENKSCHLITTENfahren, Hahnenklee (Beifahrer Harry Köthe)
- 1954: DEUTSCHER MEISTER beim LENKSCHLITTENfahren, Bad Sachsa (Beifahrer Harry Köthe)
- 1955: 3. beim GROSSEN PREIS VON DEUTSCHLAND IM RODEL-Einsitzer, Garmisch-Partenkirchen
- 1956: GROSSER PREIS VON DEUTSCHLAND im RODEL-Doppelsitzer, Triberg (Horst Pieckhardt, SG Hahnenklee)
- 1956: 4. beim GROSSEN PREIS VON DEUTSCHLAND IM RODEL-Einsitzer,
- 1960: DEUTSCHER MEISTER IM RODEL-Einsitzer (Altersklasse), Garmisch-Partenkirchen
- 1961: DEUTSCHER MEISTER IM RODEL-Einsitzer (Altersklasse), Königsee (geplant war Hahnenklee-B.)
- 1963: DEUTSCHER MITTELGEBIRGS-RENNRODELMEISTER (Altersklasse), Hahnenklee-Bockswiese
- 1964: 2. beim GROSSEN PREIS VON DEUTSCHLAND IM RODEL-Einsitzer, Hahnenklee-Bockswiese
desweiteren diverse Titel bei Norddeutschen-, Niedersächsischen-, Harz- und sonstigen Meisterschaften.
1949
Niedersächsische Lenkrodelmeisterschaft in Hahnenklee-Bockswiese
Die Herren Lautenbach und Vieth (wohl Herbert V.) vom W.S.V. Bad Sachsa belegen im Lenkrodel den
1. Preis.
(Urkunde: Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
Im März 1949 gab es mit der
"Deutschen Lenkschlitten Meisterschaft"
das erste grosse Sportereignis in Hahnenklee nach dem Kriege.
Am 2. Oktober 1949 wurde im Hotel "Hahnenkleer Hor" der Norddeutsche Schlittensportverband gegründet
(Harzklub Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese e.V., K. Meyerhoff + A. Pfannkuch: 125 Jahre Heilklimatischer Kurort)
1950
SÜDHARZER LENKSCHLITTENMEISTERSCHAFT
in Bad Sachsa
auf der Eulingswiese-Bahn
Die Herren LAUTENBACH und KLEEMANN vom W.S.V. Bad Sachsa werden
3. SIEGER
Signiert haben der FACHWART WITTER und der 1. VORSITZENDE MÜLLER
(Urkunde: Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
Früh übt sich, wer ein Meister werden will!
Drei Kinder auf einem Creutzberg-Lenkschlitten rückseitig der Paffenwiese 12/13
(ca. 1951/1952, Foto: Horst Behrens, ehedem Familie Creutzberg)
1951
Deutsche Lenkschlitten=Meisterschaft kam nach Bad Sachsa
Rudolf Blanke und Hans Mende wurden in Hahnenklee Deutscher Meister im Zweier-Lenkschlitten
Unter den zahlreichen Teilnehmern sah man viele ehemalige Europa- und Deutsche Meister und eine starke Mannschaft aus Oesterreich am Start. Die Elite des Kleinschlittensports fand eine schnelle, gut ausgebaute Bahn vor, die viele Schwierigkeiten aufzuweisen hatte. Die Stürze auf der Bahn führten jedoch zu keinem ernstlichen Unfall und gingen noch gut ab.
Deutsche Meister im Zweier-Lenkschlitten wurde die Mannschaft Rudolf Blanke / Hans Mende, Bad Sachsa
vor Walter Paul / Hans-Henning Jark, Bad Sachsa.
3. Karl Lautenbach / Siegfried Eder, Bad Sachsa
4. Walter Danneberg / K.Heinz Träger, Bad Sachsa
5. K.-Otto Müller / Horst Witter, Bad Sachsa
6. V. Müller / H. Weißleder, Hahnenklee
(Osteroder Kreisanzeiger, 06.02.1951)
Der Wintersportverein Bad Sachsa konnte somit durch seine Vertreter durch die Belegung des 1. bis 5. Platzes bei den Deutschen Lenkschlittenmeisterschaften einen große Erfolg erzielen.
Bei der Siegerverkündung äußerte sich der Vorsitzende des Norddeutschen Schlittensportverbandes, der frühere Bob-Weltmeister Zahn, sehr anerkennend über die schneidige Fahrweise der Lenkschlittenfahrer, die mit ihren kleinen Bobs die vereiste Bahn herabfuhren, ohne überhaupt daran zu denken, die Bremse in Anwendung zu bringen....
3. und 4. Februar wurden die Deutschen Rodel- und die Deutsche Lenkschlittenmeisterschaft in Hahnenklee ausgetragen... Die Elite des Kleinschlittensports
(Foto: Slg. R. Boehm)
Lenkschlitten der Familie Creutzberg im Winter 1949
(Foto: Slg. R. Boehm)
1952
Deutsche Lenkschlitten=Meisterschaft erneut in Hahnenklee
Das Ergebnis des Vorjahres (die ersten 5 Plätze gingen an den W.S.V. Bad Sachsa)
konnte in 1952 noch getoppt werden!!!
Deutsche Meister im Zweier-Lenkschlitten 1952:
- 1. Karl Lautenbach / Harry Köthe, Bad Sachsa
- 2. Bierwisch / Wenzel, Bad Sachsa.
- 3. Witter / Schafft, Bad Sachsa
- 4. Bosse / Müller, Bad Sachsa
- 5. Danneberg / Träger, Bad Sachsa
- 6. K.H. Spieß / W. Spieß, Bad Sachsa
- 7. Müller / Eder, Bad Sachsa
- 8. H. Lautenbach / Kleemann, Bad Sachsa
erst die Plätze 9 und 10 gingen an Hahnenklee !!!
1953 wurde der Deutsche Meister nicht ausgefahren.
In 1954 erreichten die W.S.V. Bad Sachsa-Starter "nur" die ersten vier Plätze:
- Karl Lautenbach / Harry Köthe, Bad Sachsa
- Eisenberg / Horst Köthe, Bad Sachsa
- Bierwisch / Wenzel, Bad Sachsa
- 4. Reuter / Mittendorf, Bad Sachsa
(Osteroder Kreisanzeiger 26.01.1954)
Lenkschlitten des WSV nehmen in den 1950er am Rennen in Hahnenklee-Bockswiese teil.
(3 Originalfotos von Wener Stille)
Circa 1957/1958
von links: Bubi Wenzel, Egon Oldehaver, Armin Witter, x?, Helga Müller,.Dahinter Günter Wedler, Lutz-Werner Lohoff, x?, Wolfgang Pfeiffer
Vorn: Karl Lautenbach (genannt "Die Krähe"), Hans Schöning, Max Oldehaver
15.01. 1959:
"Deutsche Zweierbob-Meisterschaft"
Hahnenklee-Bockswiese/Harz
"Bob in der Rodelbahn-Kurve"
(Fotoalbum Lutz-Werner Lohoff)
"Blick von der Brücke in die Rodelbahn-Kurve"
"Erbs / Jordan
S.C. Hahnenklee
Am Start"
"Blick von der Brücke in die Rodelbahn-Kurve"
Auszug des Lenkschlittenbestandes des Wintersport- + Heimatmuseums Bad Sachsa:
Auszug des Lenkschlittenbestandes des Wintersport- + Heimatmuseums Bad Sachsa:
Bobs des Wintersport- + Heimatmuseums Bad Sachsa:
Lautenbach, Witter, Oldehaver...

"Die Krähe" Karl und Egon Lautenbach (Foto: Familie Witter)
Karl Witter sen.
(1958, BSN. Vgl. auch in "Der Norddeutsche Bob- und Schlittensportverband im Spiegel der Presse 1958/59, Zusammengestellt von Reginald Beerbohm, Goslar)
Egon Oldehaver (2./3.01.01.1960, Göttinger Tageblatt)
Neubeginn
durch
Wiedervereinigung ?
(Harz Kurier 20./21.02.1993)
Lutz-Werner Lohoff hofft,
"daß der Funke ... auf die Jugend überspringt".
Aber leider hat sein Feuer nicht ausgereicht;
zumindest nicht im Harz auf dem Gebiet der ehemaligen BRD.
Immerhin gibt es einige Möglichkeiten des Sommerrodelns.
Anders im ehemaligen Ostharz, da tut sich was In Blankenburg und Schierke!
Die Gefahren des Wintersports werden häufig unterschätz!
Aber stehts zur Seite am Ravensberg: das Deutsche Rote Kreuz mit ihren ehrenamtlichen Helfern und ihren Akias.
Hier: 125-Jahr-Feier im Kursaal Bad Sachsa am 01.12.2023
(Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
Am
02. März 2013
vielleicht zum letzten Mal:
"Ski Heil" - "Rodel Heil"
Einer der letzten schönen Ski-Tage am Ravensberg...
Oberster Punkt des Ravensberg-Skistadions
(13 Fotos: Horst Möller)
Rodelbahn oberhalb des Krähennestes
Das Krähennest
Rodelbahn unterhalb des Krähennestes
2) Schlittschuh-Sport
(Spendenkalender der St. Nikolai-Apotheke für 2022)
(Spendenkalender der St. Nikolai-Apotheke für 2022)
(08.02.2008, Foto Horst Möller)
(Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
In Arbeit
3) Die Firma Ski-Schäfer
18.12.1923, Bad Sachsaer Nachrichten, ähnlich auch 06.12.1923
In den 1930er Jahren
04.03.1937, Angebot über Sch.... für Kinder von 13-14 Jahren. Z. H. Herrn Rektor Hoffmann!
Sch... 190 cm Esche, flach mit .... ..., 1 Spannung Mk 0,75., Schistock mit Teller Mk 2,50. Heil Hitler Fritz Schäfer. (StABS 1.27.5)
o.J. (wohl 1950er)
27.05.1971, "Sonderbeilage Bad Sachsa und Umgebung", wohl Osteroder Kreisanzeiger
die fehlende Zeile zwischen den Scans: der "ISPO" - konnte die Firma Schäfer gute Exportaufträge nach den USA...
die fehlende Zeile zwischen den Scans: der "ISPO" - konnte die Firma Schäfer gute Exportaufträge nach den USA...
(14.10.1982, Harz Kurier)
Auch das Firmenschild des Firmensitzes in der Marktstraße am Hintereingang
zur Ringstraße hat bessere Zeiten erleben dürfen (2016, Foto: H.-J. Liebau)
(30.12.2022, Harz Kurier)
Treffen in Bad Sachsa
(30.12.2022, Harz Kurier)
4) Ravensberger Rodelclub + W.S.V. Bad Sachsa
IN ARBEIT
50 Jahre Vize-Weltmeister-Titel.
Empfang für ehemalige Rennrodlerin Helga Huber (verwitwete Huber)
im Heimatmuseum Bad Sachsa:
Thomas Herdamm (Vorsitzender W.S.V. Bad Sachsa)
Helga Müller (Vize-Weltmeisterin Damen-Rodeln 1957 in Davos)
Helene Hofmann (Bürgermeisterin Bad Sachsa)
Ralph Boehm (Vorsitzender Förderverein Heimatmuseum Bad Sachsa e.V.)
Lutz-Werner Lohoff (erfolgreicher Rodler, W.S.V. Bad Sachsa)
(2007, Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
Ehrenmitglied des W.S.V. Bad Sachsa
(2007, Wintersport- + Heimatmuseum Bad Sachsa)
Berühmte "Tochter der Stadt" geehrt
Bad Sachsa (kru). In fröhlicher, fast familiärer Atmosphäre fand die Ehrung von Helga Huber,
geborene Müller, im Heimatmuseum Bad Sachsa am vergangenen Sonntag statt. Neben den Vorständen der einladenen Vereine, Museumsförderverein und Wintersportverein Bad Sachsa, hatten sich auch Ratsherren, ehemalige sportliche Mitstreiter der
Rennrodlerin und Bekannte eingefunden.
Fast auf den Tag genau, vor 50 Jahren, hatte die damals 19-Jährige einen unerwarteten und
großartigen sportlichen Erfolg, den zweiten Platz bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften in Davos, erzielt. Um diese Leistung zu würdigen und „eine Tochter der Stadt Bad Sachsa“ zu ehren, so Bürgermeisterin Helene Hofmann, fand der Empfang statt, zu dem es sich auch der Vorsitzende des Fördervereines des Heimatmuseums Bad Sachsa, Ralph Boehm, der
Vorsitzende des Wintersportvereines, Thomas Herdam, sowie Lutz Lohoff, der den persönlichen Kontakt zu Helga Huber hergestellt hatte, in lobender Form und mit Geschenken äußerten. Der WSV Bad Sachsa hat nun eine Fizeweltmeisterin und eine Deutsche Meisterin im Doppelsitzer als Ehrenmitglied in seinen Reihen und im Heimatmuseum findet sich eine Collage zu Helga Hubers damaligem Erfolg.
Neben der Geehrten berichtete unter anderem auch Werner Koch, ebenfalls in Davos dabei, unterhaltsam über damalige sportliche Rahmenbedingungen und Erlebnisse.
Auch private Gespräche unter den Anwesenden wurden geführt und so hat sich die Anreise aus München, für die agile, sympatische Ausnahmesportlerin sicher gelohnt.
(11.02.2007, Harz Kurier)
1898: ...man beabsichtigt"auch hier einen Wintersportklub zu gründen...".
11.02.1898
1909: Rodelklub
1911: WSV
(15.01.1925, BSN). Die Wahlen ergaben:
1. Vorsitzender: Dr. Haupt
2. Vorsitzender: Döbrich
Schriftführer: Kahlenberg
Kassenwart: Hermann Wedler
Sportwarte: Frind, Dr. Markmann, Ferdinand Seiert, W. Beyermann
Skiwarte: Dr. Daimler, Frl. Potthoff, G. Creutzberg, Genth, Schacht.
Pressewarte: Kamphenkel, Hopf.
Beisitzer: Erich Camin, Dr. Matthiae, Otto Heise, Kühn, Hermann Nürnberger, Friedrich Brömel, Paul Camin.
Zum 50jährigen Bestehen des WSV-Bad Sachsa
Wintersportverein Bad Sachsa & Umgegend
wurde gegründet; in den Vorstand wurden folgende Herren gewählt:
I. Vorsitzender Bürgermeister v. der Boeck
II. Vorsitzender Paul Camin
Kassenwart Regierungsrat Höfel
Schriftwart Herr Kahlenberg
Erster Sportwart Dr. Tietze
Zweiter Sportwart Max Eckstein (der heute noch in Bad Lauterberg lebt, so 1961)
I. Beisitzer Herr Zwanzig
II. Beisitzer Herr Stössel
III. Beisitzer Herr E. Camin
Auf dem Foto zu erkennen sind:
Oben mit winkender Mütze der Heimatforscher Otto Löhnis. Links (mit Hut) August Heise. Darunter (ebenfalls mit Hut) Degenhardt. Rechts davor (sitzend in weiß) Max Eckstein.
Neben ihm (sitzend mit weißer Mütze) Fotograf Jordan. Ganz links (mit kleinem Horn) Dr. Tietze.
(HarzKurier, 28./29.01.1961)
100 Jahre tollkühn den Berg runter
Wintersportverein Bad Sachsa - Der HarzKurier im Gespräch mit Thomas Herdamm und Hermann Seifert
(HarzKurier, Februar 2011)
"WSV SÜDHARZ" präsentiert 2021 seinen neuen Vorstand v.r. Hans-Joachim Klapproth, Enrico Gemsa, Dirk Baumgart, Maria Gemsa.
(17.08.2021, Harz Kurier, aktualisiert 12.09 Uhr. Foto: WSV Südharz e.V.)
5) Diverse Belege (chronologisch geordnet)
02.02.1947,
Lenkerrodelrennen,
2. Sieger: Herbert Vieth + Walter Vieth.
(Hds.: Urkunde der Sport-Vereinigung Bad Sachsa)
16.02.1947, Stadtmeisterschaft in der der nordischen Kombination im Lang- und Sprunglauf, 1. Preis: Karl-Heinz Imse
16.02.1947, Stadtmeisterschaft in der der nordischen Kombination im Lang- und Sprunglauf, 4. Preis: Hermann Weißhuhn
16.02.1947, Stadtmeisterschaft im Spezial-Sprunglauf, 2. Preis: Hermann Weißhuhn
5) Diverse Belege (chronologisch geordnet)
02.02.1947
Lenkerrodelrennen,
2. Sieger:
Herbert + Walter Vieth
(Hds.: Urkunde der Sport-Vereinigung Bad Sachsa)
16.02.1947 Stadtmeisterschaft in der der nordischen Kombination im Lang- und Sprunglauf,
1. Preis:
Karl-Heinz Imse
16.02.1947 Stadtmeisterschaft in der der nordischen Kombination im Lang- und Sprunglauf,
4. Preis:
Hermann Weißhuhn
16.02.1947 Stadtmeisterschaft im Spezial-Sprunglauf,
1. Preis:
Karl-Heinz Imse
16.02.1947 Stadtmeisterschaft im Spezial-Sprunglauf,
2. Preis:
Hermann Weißhuhn
15. u. 16.01.1949, Stadtmeisterschaft im Nordische-Kombination, 2. Preis: Karl-Heinz Imse
15. u. 16.01.1949, Stadtmeisterschaft im Spezial-Langlauf (8 Km), 2. Preis: Karl-Heinz Imse
15. u. 16.01.1949, Stadtmeisterschaft im Spezial-Sprunglauf, 3. Preis: Hermann Weisshuhn
16.01.1949,
1. Sieger im Spezial-Sprunglauf: Karl-Heinz Imse
Das weltweite erste Springen bei Nacht
veranstaltete vermutlich der Wintersportverein Bad Sachsa e.V.!!!
04.02.1949
NACHTsprunglauf
1. Sieger:
Hermann Weisshuhn
04.02.1949
NACHTsprunglauf der Jgm.
3. Sieger:
Karl-Heinz Imse
06.02.1949
Spezial-Sprunglauf Jungmannen
1. Sieger: Karl-Heinz Imse
06.02.1949
Torlauf
2. Sieger:
Karl-Heinz Imse
10.02.1949
Stadtmeisterschaft im Nordische Kombination
1. Platz: Karl Heinz Imse
10.02.1949 Stadtmeisterschaft im NACHTsprunglauf
3. Platz: Hermann Weisshuhn
5. u. 6.03.1949
Stadtmeisterschaften im
DER Alpinen Kombination
1. Platz: Karl-Heinz Imse
5. u. 6.03.1949
Stadtmeisterschaften im
Torlauf
1. Platz: Karl-Heinz Imse
5. u. 6.03.1949
Stadtmeisterschaften im
Rodeln
1. Platz: Karl-Heinz Imse
20.03.1949
Abschlusssprunglauf
1. Sieger: Karl-Heinz Imse
20.03.1949
Abschlusssprunglauf
3. Sieger: Hermann Weißhuhn
20.03.1949
Sieger im Abschluß-Springen
Karl-Heinz Imse
25.12.1949
TURN- UND SPORTGEMEINDE VON 1849
CLAUSTHAL-ZELLERFELD
Weihe der neuen Sprungschanze im Mönchstal bei Clausthal-Zellerfeld.
Verbandsoffener Sprunglauf,
7. Sieger: Karl-Heinz Imse vom WSV Bad Sachsa
08.01.1950
Weihe der Ravensberg-Sprungschanze, 6. Sieger: Hermann Weißhuhn
25.12.1950
Stadtmeisterschaften im
Rodeln
Einsitzer II. Sieger:
Karl-Heinz Imse.
Bahn: Eulingswiese
31.12.1950
Südharzer Lenkschlittenmeisterschaft,
3. Sieger:
Lautenbach + Kleemann.
Bahn: Eulingswiese
12.02.1956
1. Platz
Norddeutsche Rennrodel-Meisterschaft
Jugend Trainigslauf
A. Eisnach - G. Wedler
WSV Bad Sachsa
23.01.1958
1. Sieger im Zweisitzerrodeln
Jahrgang 1945,
Maiwald - Faupel
26.01.1958
1. Platz (Klasse III) bei der
Harzer Rennrodel-Meisterschaft 1958, Günter Wedler
(fälschlich "Günther")
09.03.1958
1. Sieger
Doppelsitzer
Blaues Band vom Ravensberg
Gebrüder Wedler
(Günter + Manfred)
09.03.1958
Länder-Vergleichsspringen
in Gersfeld/Rhön auf der Reesbergschanze
5. Platz für den Landesverband Harz
(K.-H. Imse, F. + G. Weichert)
18.02.1960
1. Preis
Nacht-Rodelrennen um den HAPAG-LLOYE-POKAL
Günter Wedler (fälschlich "Günther")
15.01.1961
Norddeutsche Rennrodel-Meisterschaft
- Herren II -
Hahnenklee-Bockswiese
1. Preis
Günter Wedler
WSV Bad Sachsa
28./29.01.1961
Harzer Nordische Skimeisterschaften
in Bad Sachsa;
2. Platz im Langlauf der KL. AK II: Hannelore Imse, geb. Fiebig
04.02.1962
Wander-Pokal
des N.B.S.V.
2. Platz Jugend A
Erich Wedler
WSV Bad Sachsa
1965,
VOLKSSCHULE MIT AUFBAUZUG BAD SACHSA;
2. Sieger bei den Rodelmeisterschaften im Einsitzer: Siegfried Roß.
Ziel war damals unterhalb der Zufahrt zum Skistadion, wo der Stickweg ist, oder war. mit normalem Rodel (Siegfried Roß, 18.1.2023 auf Facebook)
17.02.1962
Niedersächsische Rennrodel-Meisterschaft
1. Preis
Herren Klasse II
Günter Wedler
WSV Bad Sachsa
1965,
VOLKSSCHULE MIT AUFBAUZUG BAD SACHSA;
2. Sieger bei den Rodelmeisterschaften im Einsitzer: Siegfried Roß.
Ziel war damals unterhalb der Zufahrt zum Skistadion, wo der Stickweg ist, oder war. mit normalem Rodel (Siegfried Roß, 18.1.2023 auf Facebook)
6) Einige besondere Ski aus Bad Sachsa
Dieses Paar Ski verfügt über
eine seltene Bindung und lediglich einen langen Stock.
"K. Deibel" ist der Ski gemarkt.
(Privatbesitz, 21.11.2011)