Kurgäste berichten

und 

Berichte über Kurgäste

Vorab:

Die einen sagen, der Beginn als Kur- oder Badeort ist in 1864 zu sehen - die anderen meinen, den Beginn in 1874 zu sehen. Wieder andere nehmen die Namensänderung 1905 zum Anlaß - aber der Reihe nach:

Der Stadtarchivar Günter König spricht von:

1864 ff

Vom kleinen Badehaus zum heutigen Kurmittelzentrum in Bad Sachsa
Kurzgefaßte Geschichte dieser Einrichtung von 1864 bis 1982

Der "Heilgehilfe" Carl Degenhardt

Der Sitz des Herrn Degenhardt war 1864 in der Marktstraße 49

Carl Degenhardt (sic!)

"Bad Sachsa. Am Sonnabend, dem 10. Juni, wurde hier ein Sachsaer Bürger beerdigt, dessen Name über Deutschlands Grenzen bekannt ist, welcher trotz seiner Schlicht- und Einfachheit mehr geleistet hat für Sachsa, als mancher ahnt. Um ein Bild dieses einfachen Mannes, des Heilgehilfen Carl Degenhardt, zu zeichnen, müssen wir lange Zeit zurückgreifen. Ehe Sachsa als Kurort bekannt wurde, arbeitete er schon dahin, fremde Gäste herbei zu führen. Ihm zur Seite ging, von der freundlichen Lage Sachsas beeinflußt, Herrn Professor Schenck, s.Z. in Edinburgh, welcher in Zeitungen und Broschüren unsern Ort rühmte und selbst eine Gesellschaft junger Engländer mit hierher brachte, und noch heute ist unsere geehrte Mitbürgerin, Frau Schenck, der Mittelpunkt vieler unseren Ort besuchender Engländer. Schon im Jahre 1864 beschäftigte sich Herr Degenhardt mit der Aufnahme von Kranken, welche ihm von ärztlicher Seite, u.a. von Herrn Sanitätsrat Dr. med. Bötticher in Nordhausen, der D. veranlaßt hatte, Heilgehilfe zu werden, zugewiesen wurden. Bötticher in Nordhausen war der Sohn von Dr. med. Bötticher, der noch in den 60er Jahren Arzt und Stadtverordneter in Sachsa war. Im Jahre 1873 erschien von ihm in dem "Nordhäuser Courier" die erste Anzeige, welche Sachsa als Sommeraufenthalt empfielt, und ein Jahr später baute Herr Gelpke sen. die erste Privatbadeanstalt, welche der Verstorbene für seine Kranken benutzen konnte. Viele unserer Mitbürger gedenken wohl noch der früheren Zeit, als sie Herrn Degenhardt bei Unglücksfällen und sonstigen kleinen Leiden holten. Jederzeit war er hilfsbereit, ob früh oder spät. jedem wußte er Rat und Trost, ohne daß seine Mitbürger in die Tasche zu greifen brauchten; er ließ sich keine Mühe verdrießen und seine Arbeit nicht vergelten. Er war ein Mitbürger im wahren Sinne des Wortes. Möge ihm die Bürgerschaft ein treues Andenken bewahren!"
(Ludwig Kamphenkel, Zeitung für den Harz, 10. Juni 1899)

Zwei Jahre zuvor schreibt Herr Degenhardt von sich selbst:
"Ich bin seit 1864 Heilgehülfe, bis dahin kleiner Oeconom und ging auf Veranlassung des Herrn Sanitätsrat Dr. med. Bötticher und unseres früheren Bürgermeisters (Herr Scheidel) nach Göttingen und wurde dann in Erfurt als Heilgehilfe geprüft,
habe mancherlei Kranke behandeln müssen, welche als unheilbar erklärt waren.
Jetzt habe ich in schönster Lage am Walde ein Haus
(das heutige "Haus Bergsegen" am Schmelzteich)
und ist im Sommer Alles besetzt und haben die Gesunden die Kranken verdrängt."

"Carl Degenhardt in Sachsa"
(30.04.1873 + 07.05.1873, Leipziger Tageblatt)

Der Heimatforscher Otto Löhnis spricht von:

1874 - 1934
Sachsa als Badeort. 

...Als das Geburtsjahr des "Bades und Luftkurortes Sachsa" ist also das Jahr 1874 anzunehmen.

Mit dem Bau einer "Badeanstalt" beschäftigte sich die (damalige) Stadtverordneten-Versammlung schon seit dem 8.8.1872...Dieser Bau war dem Dr. Schoetensack zu verdanken, der am 10.01.1878 zum "Vorsteher der Stadtverordneten-Versammlung" (heute etwa Bürgermeister!) gewählt worden war und der von ihm gegründeten "Sachsaer Badegesellschaft", der Gesellschaft, die im heutigen [1982] "Kur- und Verkehrsverein e.V., Bad Sachsa" fortlebt [1978 konnte das 100jährige Jubiläum begangen werden].

Diese Gesellschaft beantragte, "daß ihr ein Bauplatz im Ostertal gelegen und etwa 1/2 Morgen groß, gegen ein Kaufgeld von 60 Mark abgetreten würde". Dieses wurde unter der Bedingung des "unbedingten Vorkaufsrechtes bei Weiterverkauf" genehmigt. Für den Bau dieses Badehauses wurden von der Stadt 3000 Mark bewilligt.

"Verhandelt Sachsa, dem 20. März 1874.
Gegenwärtig waren: Preßler, Picht, Schötensack, Heise, Köhler, Liebetrut, Hilpert, Mollwitz vom Magistrat Beigeordneter Stecher.
Dem Comite zum Zwecke der Herrichtung eines Bades wurde eine Beihilfe zur Deckung der Inserationskosten bis zu 25 Mk. aus der Kämmereikasse bewilligt".
__________
Weiter heißt es in diesem Artikel in den Bad Sachsaer Nachrichten:

"Verhandelt Sachsa, den 10. April 1873.
Der derzeitige Bürgermeister war Scheidel.
Gegenwärtig waren die Stadtverordneten.
Mollwitz, Picht, Preßler, Lemmer, Hilpert, Engel, Seidenstücker, Köhler, Heise.
Nachdem auf Anregung des Magistrats hierselbst eine Badeanstalt arangiert werden sollte und dieselbe von der Stadt-Verordn.-Versammlung beschlossen und auch dieselbe von der Einwohnerschaft freudig begrüßt worden, auch die gehörigen Miether für zu besuchende Badegäste durch ein zu ernenndes Comite beschaffen werden können, auch die Witterung s. Zt. derselben günstig genug gewesen, ersucht die Versammlung über die Versäumnisse derselben der Stadtv.-Versammlung sich zu äußern.
Zur Uebernahme der Besichtigung mehrer benachbarter Bäder möge der Magistrat sich einige Personen aus der Stadtv.-Versammlung auf eigene Kosten durch Beschluß auswählen.
Die Anlage ist aber so bald wie möglich auszufertigen, damit dieselbe noch in diesem Jahre zur Benutzung gelange." 
__________ 

(in: 05.07.1934, Bad Sachsaer Nachrichten)

BITTE HELFEN SIE UNS: 
Diese Insertationen von 1874 würden wir hier gern zeigen...

spätestens:

1878

Welch` ein Geniestreich!

Bad  "Sachsa"

(Leipziger Tageblatt und Anzeiger, 15.5.1878,
© SLUB Dresden / Digitale Sammlungen, Oktober 2024)

Spätestens 1878 wußten die damaligen Ratsherren genau,

in welche Richtung sich dieses Sachsa entwickeln sollte; 
die Gründung der "Badeverwaltung" - und damit einhergehend -wird die Werbung umgestellt:

statt "Sachsa" nun Bad "Sachsa"

und ab spätestens 1882 "Bad Sachsa"!


Es war Dr. med. Schoetensack, dem es 1878 gelungen war, eine

"Sachsaer Badegesellschaft"

zusammenzubringen; noch im selben Jahr wurde durch sie das erste kleine Badehaus erbaut, zwei Badezellen waren nun vorhanden, die mit im Waschkessel aufgeheiztem Wasser befüllt wurden.
(vgl. Dietze: "75 Jahre Kurort. 1939)

Das erste Badehaus
1878-1890

(1881, CDV. Slg. R. Boehm)

Kurgast aus Bad Sachsa auf eigene Gefahr in der Einhornhöhle

(02.08.1881, Bonner Zeitung)

ab 20. März 2024 geöffnet Mi.-So. 11:00 -16:00

1882

(25.5.1882, Kölnische Zeitung)

Betreff: "Sachsaer Badegesellschaft"

"Es war jedenfalls eine mehr als einfache und unzweckmäßige Einrichtung, so daß die "Sachsaer Badegesellschaft" 1889 ihre Auflösung beantragte" und die Stadt die hiesige Badeanstalt übernahm.
Vermutlich war der Wunsch nach einem größeren Badehaus die Begründung.

"Im Jahre 1890 begann der Neubau des in Renaissance=Stil errichteten Badehauses. Die Maurerarbeiten führte der heute
[1939]  noch lebende Baumeister Friedrich Kälz, die Zimmerarbeiten Zimmermeister August Heise aus.
(vgl. Dietze: "75 Jahre Kurort. 1939)

In 1890 fertiggestellt, enthielt dieses nun schon 14 Badezellen und im Obergeschoß ein Gästeheim.
1903 erhielt es (gleichzeitig mit dem "alten Rathaus/Marktstraße und dem Bahnhofs-Restaurant) eine elektrische Lichtanlage.

Richtfest 1890

(1890, Kopie. Nachlaß Günter König)

1894

(1894, CDV. Slg. Kerstin Spieß-Lauenstein/Dieter Lauenstein)

1894

"Frau Maria Hippmann, Pächterin der städtischen Badeanstalt" [gemeint ist unser Badehaus](1894, CDV. Slg. Kerstin Spieß-Lauenstein/Dieter Lauenstein)


1905

Offiziell wird aus "SACHSA" erst 1905: "BAD SACHSA"

FORTSETZUNG FOLGT !!!!!!!!!!!!!!!!

Hier folgt unmittelbar ein Exkurs zur

Die Lebensreformbewegung

geht an Bad Sachsa nicht vorbei.

Um 1900 und in den folgenden drei Jahrzehnten bestand eine breit gefächerte Gegenbewegung zur Industriealisierung. Insbesondere Großstädter suchten eine Rückkehr zu einer einfachen, gesunden und naturverbundenen Lebensweise:
Vegetarismus, Naturheilkunde, Freikörperkultur, Anti-Alkoholismus und Reformkleidung.
Kurz:
Erneuerung der gesamten Lebensweise durch individuelle Veränderungen stand im Fokus von Menschen, die sich das auch leisten konnten.
Einige Beispiele sollen das belegen:
Sonnenbad am Schweinsrücken.

Ernährung Erholungsheim für Freunde naturgemäßer Lebensweise
Ziel-Bewegung
Lesbische Lebensweise etc.
IN ARBEIT - HIER EIN ANFANG:

Wikipedia zur "LEBENSREFORM"

 "Der Terminus Lebensreform zur Bezeichnung der sozialreformerischen Bewegung kam im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts auf.[2] Die einzelnen Bewegungen entstanden als Reaktion auf Entwicklungen der Moderne und der Industrialisierung, die sie nicht als Fortschritt, sondern als Verfallserscheinungen ansahen. Wesentlich für ihre Entstehung war die Befürchtung, dass die moderne Gesellschaft beim Einzelnen zu „Zivilisationsschäden“ und Zivilisationskrankheiten führe, die durch eine Rückkehr zu „naturgemäßer Lebensweise“ vermieden und geheilt werden könnten. „Der Mensch in seiner zivilisationsbedingten Not sollte allerdings nicht im banalen Sinne geheilt werden. Die Lebensreform wollte sein Heil, seine Erlösung. […] Die Weltanschauung der Lebensreform beinhaltet im Kern eine säkularisierte gnostisch-eschatologische Erlösungslehre.“[3]

Vertreter der Lebensreform propagierten eine naturnahe Lebensweise mit ökologischer Landwirtschaft, vegetarischer Ernährung ohne alkoholische Getränke und Tabakrauchen, Reformkleidung und Naturheilkunde. Sie reagierten damit auf die aus ihrer Sicht negativen Folgen der gesellschaftlichen Veränderungen im 19. Jahrhundert. In geistiger Hinsicht wandte sich die Lebensreform neuen religiösen und spirituellen Anschauungen zu, unter anderem Theosophie, Mazdaznan und Yoga. Auch viele spätromantische Elemente wurden aufgegriffen, einhergehend mit einer Verklärung des "einfachen Lebens auf dem Lande".

Ihre architektonische Ausprägung erhielt die Lebensreform zunächst in Siedlungsexperimenten wie dem Monte Verità, später in der Gartenstadtbewegung wie der Siedlung Hellerau und vieler anderer, deren bekanntester Vertreter der Reformarchitekt Heinrich Tessenow (1876–1950) war, sowie dem Bauhaus. Die erste Gründung einer Siedlungsgenossenschaft in Deutschland war im Jahre 1893 die Obstbau-Genossenschaft Eden bei Oranienburg.

Die Lebensreform war eine hauptsächlich bürgerlich dominierte Bewegung, an der auch viele Frauen teilnahmen. In der Körperkultur ging es darum, unter dem Eindruck von Industrialisierung und Verstädterung den Menschen zum Ausgleich viel frische Luft und Sonne zu verschaffen.

Einige Bereiche der Lebensreformbewegung, wie die Naturheilkunde oder der Vegetarismus, waren in Vereinen organisiert und erfuhren regen Zulauf, was sich in den Mitgliederzahlen widerspiegelt.[4] Zur Verbreitung ihrer Inhalte und Prinzipien gaben sie Zeitschriften wie Der Naturarzt oder Die vegetarische Warte heraus.

Teil der Lebensreform waren darüber hinaus die Freikörperkultur (FKK, auch Naturismus), die Turnbewegung und der Ausdruckstanz. Es bestehen Bezüge zur Bodenreformbewegung Adolf Damaschkes, zur Freiwirtschaft Silvio Gesells, zur frühen Jugendbewegung sowie zu anderen sozialreformerischen Bewegungen und Künstlergruppen wie der Brücke[5] und der damaligen Künstlerkolonie Worpswede.[6]"

Zur "Freiwirtschaft Silvio Gesells" inklusive Will Noebe sowie dem "Ziel-Verlag" siehe auf dieser Homepage unter Waldsaumweg 6 und Hindenburgstraße 9

Hermann Kronberg, Hermann Löns und die Nackten

Lebensreform im Südharz
Neustadt und Bad Sachsa

Südharz Sanatrorium - Hermann Kronberg - Bad Neustadt-Hohnstein i. Südharz
(1907, AK. Slg. Ralph Boehm)


"Ein gewisser Hermann Kronberg betrieb ab 1887  in Neustadt ein Sanatorium, führte die Gemeinde zu ihrem Titel als Luftkurort, den sie bis heute verteidigte.
Dieser Herr etablierte damals auch die Möglichkeit, sich nackt an freier Luft zu ertüchtigen. Dafür erbaute er eine Park mit 10 sogenannten Lufthütten. Das waren kleine Holzhäuschen, die einen Mindeststandard boten. Der Bereich für Männer nannte sich "Walhalla", für Damen "Dornröschen".
Rund um diese Hütten konnten die Kurgäste, die durchaus finanzstark waren und bis aus Berlin anreisten, der Natur frönen, sich sportlich bewegen - die olympischen Sportarten erlebten gerade eine Renaissance - und auch nackt herumlaufen. Klar, dass das damals noch mehr als heute als unschicklich galt. Erst der Bau eines hohen Bretterzauns ließ die Gemüter abkühlen. Der bekannteste Kurgast war der Heimatdichter Hermann Löns.
Kronberg und seine Frau boten überdies eine gesundheitsgemäße Ernährung, die sogenannte Reformküche. Sie gründeten auch in Berlin ein vegetarisches Speisehaus und darauf sogar eine Diätküche im alten Reichstagsgebäude. Große Namen schätzten sie, weil sie ihre Leiden mit diesen Kuren gelindert hatten."

(Thomas Müller: "DER HARZ - Populäre Irrtümer und andere Wahrheiten").

Rupert Ströbele schreibt über "Hermann Löns - Sein Bezug zu Neustadt" anläßlich dessen 150. Geburtstag:
"Der Grund seines Kur-Urlaubs in Neustadt/Harz im Jahre 1908 war wohl seine
angegriffene Gesundheit zum damaligen Zeitpunkt. Das Kursanatorium von
Hermann Kronberg und seiner Frau Adelheid mit vegetarischer Küche und
nikotin- und alkoholfreien Räumlichkeiten und Wohnen in einer Holzhütte am
Waldrand unter einer mächtigen Eiche schien Löns gut zu gefallen.
Es entwickelte sich eine Freundschaft zur Familie Kronberg, besonders zum Sohn in Bad Sachsa."
In 1912 und 1913 weilte Hermann Löns mehrfach bei seinem Freund Fritz Kronberg.


(vgl. u.a. auch:  Rupert und Ruth Ströbele: "Hermann Kronberg, der Mitbegründer und Motor des Kurwesens in Neustadt unterm Hohnstein". In: Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Landkreis Nordhausen / Gelbe Reihe Band 38 / 2013.)

(Siehe auf dieser Homepage auch unter Eulingswiese 2 sowie Hermann Löns)

Haus zur Sonne - Liegehalle
Erholungsheim und Diäthaus - HAUS ZUR SONNE, Neustadt Südharz
(1942, AK. Slg. Ralph Boehm). Ein spätes Zeugnis dieser Reform-Bewegung.

"Around 1900, sunbathing in the Harz region was primarily associated with a growing movement towards health reform and a connection with nature, which included activities at early free body culture (FKK) associations and local bathing spots. 

Before the early 20th century, pale skin was generally preferred as a sign of wealth and status, while a tan indicated a life of outdoor labour. However, a cultural shift was beginning, with a focus on fresh air, sunshine, and a healthy lifestyle becoming popular in Germany around this time...

 These activities were part of a broader "life reform" movement that emphasized natural remedies and a return to nature as an antidote to industrialization" 

(Michael Hau: The Cult of Health and Beauty in Germany: A Social History, 1890-1930. vmtl. 2008)
___________________________________________________
Vergleich aber insbesondere auch bei
"Deutsche Stiftung Denkmalschutz:
Sanatorium Barner in Braunlage:

"Neugestaltung im Jugendstil

Albin Müller verbrachte erholsame Wochen in Braunlage, freundete sich mit dem leitenden Arzt Dr. Barner an und kehrte zwei Jahre später mit einem Auftrag zurück: Zunächst sollte er den Empfangsbereich des Sanatoriums neugestalten. Der Lebensreformer Dr. Barner hatte erkannt, wie wohltuend die künstlerisch gestaltete Architektur zusammen mit der umgebenden Natur, der klaren Höhenluft und einer ganzheitlichen medizinischen Behandlung auf die Patienten wirken kann.
Heute führen Dr. Barners Nachkommen das Haus in der vierten Generation. Wer sich hierher zurückzieht, den empfängt eine Atmosphäre der Ruhe, Eleganz und Ästhetik fernab vom stressigen Alltag.
Albin Müller schuf ein architektonisches Gesamtkunstwerk von der Türklinke bis zur Wandverkleidung, vom Lichtdesign bis zur Möblierung. Das zwischen 1912 und 1914 errichtete Haupthaus bezog die beiden älteren Villen organisch mit ein. Jeder Raum empfängt den Besucher mit einer besonderen, in sich stimmigen Atmosphäre. Alles ist von großer Eleganz, Ruhe und Klarheit.
 Fast alle Interieurs blieben erhalten und dienen sogar noch immer ihrer ursprünglichen Funktion: ein seltener Glücksfall für dieses lebendige Architekturdenkmal. In den Patientenzimmern nächtigen heute Menschen mit Burn-Out-Syndrom oder Tinnitus. Wie in alten Tagen ruft sie die Glocke zu den Mahlzeiten in den lichtdurchfluteten blauen Speisesaal."

(25.12.2025: https://www.denkmalschutz.de/denkmal/sanatorium-dr-barner.html)

Helfen Sie uns - wir suchen dieses Kochbuch:

Reformküche

auf gesundheitsgemässer Grundlage

von
Hermann Kronberg
Südharz-Sanatorium
Mit Anhang
Winke für Krankendiät.

z.B.: Dritte vermehrte Auflage
Berlin. Verlag von W. Weber. 1908.
Auf 242 Seiten werden 527 Rezepte dargestellt.

Im Januar 2023 heißt es in der Thüringer Allgemeinen Zeitung:
Kurort im Kreis Nordhausen im Rampenlicht: Vegetarisches Kochbuch von 1908 schafft es ins Fernsehen. (Doris Hotzan, TA online 27.01.2023):
Sänger Kevin Neon und Burggasthof-Chef Kai Prengel kochen gemeinsam ein Rezept aus dem Buch „Reform-Küche auf gesundheitsgemäßer Grundlage“
von Hermann Kronberg nach. 


(Foto: Jelena Jentzsch)

(Foto: Jelena Jentzsch)

Die Gesundheitsküche

Dr. med C.H. Fehlauer schreibt in seinem Vorwort der vierten Auflage zu
Die Gesundheitsküche
Praktisches Handbuch
guter und billiger Ernährung
mit 500 Kochvorschriften

ohne Fleisch:

"Während der Kriegszeit hat sich bereits wieder eine neue Auflage nötig gemacht, die in einzelnen Abschnitten Ergänzungen aufweist und durch einen Anhang vermehrt worden ist, den ich der

Freundlichkeit des Herrn H. Kronberg, Besitzer des Südharz=Sanatoriums,

verdanke. Es sind darin eine Anzahl Speisezettel in der reichhaltigeren Zusammensetzung einer Sanatoriumstafel enthalten, womit einem namentlich aus Gastwirtskreisen geäußerten Wunsche entsprochen wird.
Im übrigen hat die schwere Kriegszeit zur Genüge bestätigt, wie richtig die im I. Teil der Gesundheitsküche dargelegten Ernährungslehren sind:
daß die Getreidefrüchte und die Kartoffeln die Hauptnahrungsmittel sind, und daß eine fast fleischlose Ernährung selbst jetzt, wo ein fühlbarer Mangel an Fett und Zucker eintrat, ohne wesentliche Beeinträchtigung des allgemeinen Gesundheitszustandes durchzuführen ist. Um wieviel mehr muß sie also die gesundheitsförderliche sein, wenn genügend pflanzliche Nahrungsmittel vorhanden sind und insbesondere auch der Wert eines guten Brotes mehr als bisher erkannt worden ist. Möge dieses Buch weiterhin auf dem Gebiete der Ernährungsreform Gutes wirken.
Berlin W., Juli 1916. Dr. med E. H. Fehlauer"

(Buch. Slg. R. Boehm)

"Speisezettel und Kochvorschriften
aus Hermann Kronberg`s Erholungsheim und Südharz=Sanatorium in Bad Neustadt (Südharz). Von Frau Anna Kronberg."

1906 erschien bereits: "Unser Gesundheitsbuch" Praktischer Ratgeber zur Erhaltg.
u. Wiederherstellg. der Gesundheit. Berlin 1906 (ohne Verweis auf H. Kronberg)

"Kehrt zur Natur zurück"
Landhaus Sonnenschein

Drosselweg 3 (bis 1973: Waldsaumweg 2)

(09.08.1913, Ansichtskarte. Slg. R. Boehm 2567)

Erholungsheim für Freunde naturgemäßer Lebensweise

an Frau Prof. Lombard. Just - Jungborn.
Post-Stapelburg bei Ilsenburg

Die oben gezeigte Ansichtskarte belegt die Verbindung zur Familie Just und deren Kuranstalt Jungborn.
"Die Kuranstalt Jungborn war ein ärztlich betreutes Sanatorium für einfache, natürliche Heilverfahren unter dem Wahlspruch des
Gründers Adolf Just
"Kehrt zur Natur zurück".

Ziel der Kuren war es, erschöpften und kranken Menschen ein einfaches, naturnahes Leben mit Ruhe und Besinnung anzubieten. Als Heilmittel der Natur wurden
Wasser, Erde, Licht und Luft
genutzt. Die Kuren basierten auf einer "planmäßigen Krankenernährung nur mit
Beeren, rohem Obst, Nüssen, Vollkornbrot, roher Süß- und Sauermilch sowie Milcherzeugnissen
unter Verzicht auf Fleisch.
Es gab eine Heilgymnastik mit Atem-, Lockerungs- und Entspannungsübungen sowie eine besondere, durchgreifende Massage...
Die Kurgäste blieben je nach Krankheit zwischen drei und sechs Wochen"
(Kuranstalt Jungborn", Wikipedia 05.06.2021)

"Sonnenschein"
Vegetarisches Diät- und Erholungsheim

(1932, Ansichtskarte. Slg. R. Boehm 2215)

Zwei Anzeigen

(rückseitig eines Stadtplans, wohl 1932, s.u.)

("Der Harz", März 1937)

"Erholungsheim//Hannoversche Papierfabriken//Alfeld - Gronau in Bad Sachsa"
(wohl 1950er Jahre, Slg. R. Boehm)

Haus Sonnenschein//Bad Sachsa//Posterholungsheim
(1952, Ansichtskarte. Slg. R. Boehm)

"Luft= und Sonnenbad

(städtisch) mitten im Hochwald,
2 Minuten vom Kurpark"
am Schweinsrücken gelegen
Auf der Stadtverordnetensitzung 12.10.1907 werden unter TOP 5e die Kosten bewilligt "zur Anlegung eines Luft- und Lichtbades."

Oben mittig, bez. "Luft u. Sonnenbad"
(Pharus-Plan, ca. 1920, Slg. R. Boehm)

Oben mittig mit der Nr. 60 das
"Luft- und Sonnenbad"
(Stadtplan, ca. 1929)

Oben links und oben rechts, jeweils rückseitig eines Stadtplans, von vermutlicht wohl 1932

Aber zurück zum Jahre 1905

Offiziell wird aus "SACHSA" erst 1905: "BAD SACHSA"
Was war geschehen???

Folgt demnächst - Bitte haben Sie etwas Geduld mit mir!

Aber zurück zum Jahre 1905

Offiziell wird aus "SACHSA" erst 1905: "BAD SACHSA"
Was war geschehen???

Folgt demnächst - Bitte haben Sie etwas Geduld mit mir!

1924/1937
Der Kurbetrieb erfordert ganzjährig einen Direktor

(bzw. eine Direktorin)

Die Verwaltung der Badeangelegenheiten von Sachsa lag seit den 1877er Jahren in den Händen der Stadtverwaltung, die eine besondere Kommission für die Badeverwaltung wählte, bei deren Sitzungen der jeweilige Bürgermeister den Vorsitz führte. Die Badeverwaltung brachte der Stadtverwaltung sehr viel Arbeit, namentlich während und nach der Inflation. Darum entschloß sich die Badeverwaltung im Frühjahr 1924, für die Zeit vom 15. Mai bis 15. September einen Badekommissar anzustellen.
In der Sitzung der Badeverwaltung vom 16. Dezember 1924 regte Dr. med. Haupt an, einen Kurdirektor für das ganze Jahr zu bestellen und alle Kureinrichtungen einem Kurverein zu übertragen, an dem die Stadt mit ihren Einrichtungen sich beteiligen müßte. Als geeignete Person für das Amt des Kurdirektors wurde vorgeschlagen Dr. Ulrich, der am 12. März 1925 für die Zeit vom 1. April bis 30. September 1925 gewählt wurde. Am 4. September desselben Jahres beschloß die Badekommission einstimmig, den Magistrat zu ersuchen, ihrem Beschlusse beizutreten, daß der Kurdirektor bis auf ein weiteres im Dienst bleibt, um die Wintersaison zu leiten und Vorbereitungen für die Sommersaison zu treffen. In der Sitzung vom 25. Januar 1926 empfiehlt die Badekommission die Anschaffung einer Wettersäule. Diese Anschaffung soll aber noch hinausgeschoben werden. Im März wurde der Beschluß gefaßt, den Tennisplatz auf 16x32 m zu erweitern. Am 8. Dezember 1926 beschließt die Badekommission den Ankauf der Wettersäule von der Firma Fr. Lambrecht in Göttingen zum Preise von ca. 1700 M. Diese Säule wurde im Kurpark aufgestellt. Nach dem Kriege wurde sie dort entfernt, sie sollte an anderer Stelle einen neuen Platz finden.

Im Herbst 1926 wird Major a. D. Hans Kleemann zum Kurdirektor gewählt. Er blieb es bis zum Herbst 1937.
Während dieser 11 Jahre entwickelte sich Bad Sachsa den bewegten Zeiten entsprechend. Nach den Jahren der Scheinblüte 1928 bis 1930 sank die Zahl der Kurgäste bis 1933 rapid. Erst 1934 begann der Aufstieg. Das wichtigste, das Major Kleemann durchführte, war der Umbau des Badehauses 1936/37, daneben die Umgestaltung des Kurparks, wie er sich bis 1945 präsentierte. (vgl. Hallbauer III, S. 82) 

Kurparkwärter Schmidt neben der Wetterstation
(o.J., AK, Slg. R. Boehm)

Wetterstation, moderne Kurmusik-Muschel und modernes Haus des Gastes.
(späte 1930er Jahre, AK, Slg. R. Boehm)

(11.11.1937, Nordhäuser Zeitung, Ausschnitt)

1926

Amtlicher Wohnungsnachweis für Kurgäste.

Aufgestellt von der Kurverwaltung für 1926
inklusive der Hotels, Gasthäuser, Sanatorien und Fremdenheime sowie Privatwohnungen und "Wohnungen mit Küche" (Prospekt, Slg. Ralph Boehm)

Die hiesigen Häuser inklusive ihrer Besitzer

und Lage auf dem beiligenden Plan

Evtl. gehört zu diesem oben abgebildeten Wohnungsnachweis dieser Übersichtsplan (spätestens 1929, vs. + rs., Slg. R. Boehm)

Unten halbrechts die projezierte Katholische Kapelle
(Symboleintrag; sie wurde komplett anders 1931 fertiggestellt, siehe im Folgenden)

1931

Übersichtsplan
inklusieve des "Amtlicher Wohnungsnachweis für Kurgäste 1931" (Prospekt mit Einlage, Slg. R. Boehm)

Unten halbrechts die in 1931 vollendete Katholische Kapelle

1936

Auszug aus der

Kurtaxordnung

für die Zeit vom
15. Mai bis 15. September
xxxxx
vom 16. September bis 14. Mai
wird die Hälfte erhoben.

1937/1945

Der Kurbetrieb erfordert ganzjährig einen Direktor/bzw. eine Direktorin. 

Das war gestern!

Jetzt liegt die Leitungsarbeit beim jeweiligen Bürgermeister, dem ein Geschäftsführer für den Kurbetrieb zur Seite steht

Nach dem Scheiden von Major Kleemann ist eine Neuordnung auch in der Kurverwaltung getroffen worden. Die Leitung der Kurverwaltung hatte seit Ende Januar 1938 als Kurdirektor Bürgermeister Werges, der mit Unterstützung seines Geschäftsführers Mohr die umfangreichen Arbeiten leitete. Seit 1938 hat die Verschönerung des Kurortes durch den Bau der Wandelhalle und der Verkaufshallen Fortschritte gemacht. Durch intensive Werbung für den Kurort ist viel getan und erreicht worden. Das beweisen die statistischen Zahlen über den Besuch, der in dieser Saison ganz bedeutend war. (vgl. Hallbauer III, S. 83)

Von Mitte Januar 1938 bis zur Kapitulation 1945 stand Bürgermeister Werges an der Spitze der Stadtverwaltung und als Kurdirektor an der Spitze der Badeverwaltung. Während des Krieges war Gärtnereibesitzer Krautz Kurdirektor. Im Sommer 1945 kam der Fremdenverkehr gänzlich zum Erliegen. 1946, 1947 und 1948 stieg die Zahl der Kurgäste wieder erfreulich an. Einen Strich durch die Entwicklung machte Ende Juni 1948 die Währungsreform. Fluchtartig verließen am 20. Juni fast alle Gäste die Stadt. Im Herbst 1948 wurde, wie schon oben berichtet, der Fremdenverkehr auf eine neue Grundlage gestellt. Wie in anderen Harzstädten wurde eine Kurbetriebsgesellschaft gegründet. Auf diese Weise hoffte man, den Fremdenverkehr, auf den die Stadt jetzt ganz besonders angewiesen ist, wieder in die Höhe zu bringen.

Wandelhalle
(1938, AK, Slg. R. Boehm)

IN ARBEIT

IN ARBEIT

Nach dem II. Weltkrieg

Ein Teil der Flüchtlinge, die im "Freien Westen", direkt diesseits der "Zonengrenze", eine Bleibe gefunden hatten, wurde in Bad Sachsa heimisch; den anderen Teil zog es weiter westwärts. Stadtdirektor Willi Müller setzte sich vor Ort für einen Neubeginn des Lebens ein, der aufgrund fehlender Infrastruktur nur über den Tourismus gehen konnte.

1947/19..

Musik kann Balsam sein für die geschundenen Seelen

Neben der notwendigen Wiederherstellung der Infrastruktur hatte Willi Müller besonders den Wintersportbereich (siehe auf den entsprechenden Seiten) und eben die Kureinrichtungen im Sinn, um die Wirtschaft in Bad Sachsa wieder auf gesunde Beine stellen zu können. Beispielsweise so:

Als in den Jahren 1947/48 der Kurpark einer grundlegenden Umgestaltung unterzogen wurde, mußte auch der über 30 Jahre alte eiserne Musikpavillon weichen; er wurde im Volksmund Vogelkäfig genannt. Von vielen Einwohnern wurde seine „Demontage“ bedauert, erinnerte er doch an einstmals glücklichere Zeiten des Kurortes.
Es unterliegt keinem Zweifel, daß dieser Pavillon verschwinden mußte, um die gärtnerische Gestaltung des Kurparks nicht weiter zu stören. Hinzu kam, daß er im Laufe der Jahrzehnte baufällig geworden war. In den nächsten Jahren fehlte ein geeigneter Platz für die Musik. Es hatte sich in den vergangenen zwei Jahren erwiesen, daß ein Konzertieren in den Wandelhallen nicht möglich ist. Die Hallen weisen nicht die geringste Akustik auf und lassen kaum einen Ton nach draußen dringen.

Wegen der schlechten Akustik wurden Kurkonzerte meist durch Blasinstrumente ausgeführt. Mit dem Gedanken, einen Ausweg aus dieser wenig befriedigenden Lage zu finden, haben sich verantwortliche Kreise schon des öfteren beschäftigt. Der durch seine Pläne und Gestaltungen über Bad Sachsa hinaus bekannt gewordene Architekt Reiner trat mit einem Plan zur Umgestaltung der Wandelhalle an die Öffentlichkeit, den man bei objektiver Betrachtung als gelungen bezeichnen kann. Architekt Reiner geht von der Erkenntnis aus, daß an der Wandelhalle grundsätzlich nichts geändert werden soll. Daß diese Erkenntnis auch von finanziellen Gründen getragen wird, versteht sich eigentlich von selbst. Wie aus beistehender Zeichnung ersichtlich ist, will Architekt Reiner den Platz für das Orchester in die Mitte der Halle legen, und zwar um 2m erhöht. Nach seiner Ansicht 

würde diese Empore mit einer Breite von 9 m und einer Tiefe von 7 m ausreichen. Der ganze zu errichtende Mittelbau, die sogenannte Muschel, könnte in Holzkonstruktion erstellt werden. Rechts und links von der oben auslaufenden Treppe als Freitreppe, die sich auch für Chöre eignen würde, sowie innerhalb der Halle sieht Architekt Reiner kleine Balustraden vor, die von Blumenkästen gekrönt sind.
Nach Reiners Ansicht ließen sich die Arbeiten ohne Schwierigkeiten durchführen, und die Baukosten dürften sich – gemessen an den erreichten Vorteilen – in tragbaren Grenzen bewegen. 

Reiners Plan fand keine Berücksichtigung. Es wurde ein achteckiger Bau ans Holz errichtet zum Sitzplatz für die Kurkapelle. Die Akustik war auch jetzt noch nicht gut. Daher wurde zu ihrer Verbesserung der Holzpavillon um etwa 60 cm erhöht, wodurch eine merkliche Besserung erreicht wurde
(Hallbauer III, S. 84/86)

Parallel

Kurmuschel 8-eckig (IN ARBEIT)


Kurmusik (IN ARBEIT)


IN ARBEIT

Ein frühes Prospekt, vermutlich um 1950 gedruckt, fordert potentielle Gäste auf:
"komm, verweile, nimm teil an allem, was der Kurort und Wintersportplatz

Bad Sachsa

bietet:

gesunde!"

im

Heilklimatischen  Jahreskurort - Wintersportplatz - Märchenstadt im Südharz (brit. Zone)

Das neue Kurzentrum umfaßt das "Haus des Gastes" und das "Kurmittelhaus" nun in 1982 in einer Einheit.

Unsere Werte

Mein Unternehmen ist mehr als ein Job. Darum ist mir wichtig, dass jedes neue Projekt auch zu mir und meinen Werten passt. Denn nur so kann ich die besten Ergebnisse erzielen.

1954:

"Unterkunftsverzeichnis" inkl. Beilage

("Wichtiges in Kürze")


Diese Auflistung der Häuser, die Betten für den Kurbetrieb/Fremdenverkehr anbieten,
unterstreicht die Bedeutung dieses Bereiches für unsere Stadt Bad Sachsa:
 

3 Sanatorien, Kuranstalten, usw.,
1 Privatklinik ("Haus im Garten"),
1 Kinderkrankenhaus  ("Im Borntal").
Zu diesen umsatzstarken Häusern kommen weitere
9 Erholung- u. Genesungsheime,
3 Schulen sowie 4 "Kindererholungs- u. Genesungsheime".
Nicht zu vergessen sind die über 90 "Privatzimmervermieter" (!!!). 


"Rübezahl"
kommentiert

in den Bad Sachsaer Nachrichten:

Sein blaues Band...

Oder
Jeder hat seine Piefke


Oder
Berliner in Bad Sachsa


"Im Schwimmbad auf der Campingwiese in Bad Sachsa ist schon der erste Zelter eingetroffen. Aus Berlin. Was sagst Du nun...?"
(22.03.1961, BSN) 

BSN, 21. Februar 1962: heute zur Unterstützung der Kuren im neuen Kurmttelhaus

von 7 bis 13 Uhr: Medizinische Bäder und Massagen

 (22.02.1962, Bad Sachsaer Nachrichten) 

Kurtaxe-Einnahmen 1963

Heime, Sanatorien, LVA Hannover, Versorgungamt Hannover, Reisebüros, Kinderheime

Einrichtungen

AOK Hildesheim
Reichsbundheim
Volkswagenwerk A: Katzenstein
Volkswagenwerk B: Seeblick
Reisebüros: allgemein:
Reisebüros: Wolters, Bremen
Kronbergs Sanatorium
LVA Hannover, Haus Frohsinn
LVA Hannover, Haus Dorothee
AWO, Haus Westfalen
Kinderheim Bergfrieden
Kinderheim Borntal
Kinderheim Warteberg
Kinderheim Konsul Albert-Heim
Kinderheim Krüsmann
Kinderheim Kern
Kinderheim Lüding
BHW, Haus Bismarck
Haus Bergsegen
Sozialwerk, Haus Ursula
Hirnverletzten-Kurheim
Bundesbahn-Kurheim
Ev. Schwesternschaft, Hoheneck
Borntal (Erwachsene)
Komba, Berghaus Eulingswiese
Verschiedenes
_________________________________
Summe
plus Privatkurgäste (Barzahler)
_________________________________
Gesamt-Summe 1963
Gesamt-Summe 1962
Gesamt-Summe 1961

in DM

  33.300
  16.900
    8.600

    7.500
  14.500
       750
  15.000
    8.700
    4.300
    8.900
    1.900
    1.600
    1.300
       650
       500
       400
       200
    5.900
    4.800
    4.500
    4.400
    3.000
    2.600
    2.400
    2.200
       400

165.000
120.000

285.000
283.000
280.000

Adresse

Pfaffenberg 18
Am Kurpark 1-3
Katzenstein
Bismarckstr. 25


Eulingswiese 2
Brandstr. 4
Parkstr. 1
Waldsaumweg 20
Steinaer Str. 24
Borntal 1-7
Steinaer Str. 30
Gartenstr. 2
Steinaer Str. 13
Walkenrieder Str. 1
Bahnhofstr. 54
Bismarckstr. 18
Am Kurpark 4
Moltkestr. 10
Moltkestr. 4
Otto Kaiser-Weg 3
Pfaffenberg 3
Borntal 1-7
Eulingswiese 1

Nutzung Heute (2021)

Leerstand (AOK, Paracelsus).
Göbel`s Vital-Hotel.
Eigentum-Wohnanlage.
Leerstand; in Teilen selbstgenutzt


Harz-Weser-Werkstätten.
Leerstand (Breslauer Hof).
abgerissen, Wohnanlage. 

Leerstand; in Teilen selbstgenutzt
Leerstand (Dr. Wilhelm).
Leerstand (Campingplatz).
Mietwohnungen.
Seniorenheim.
Private Nutzung.
abgerissen, EFH (wohl seit 1976).
Private Nutzung.
Leerstand (Option Hotel).
Leerstand (private Renovierung).
Pensionsbetrieb.
Privat, Nebenerwerb Pension.
Seniorenheim.
Privat, Nebenerwerb Ferienwhg.
Leerstand (Campingplatz).
Leerstand, privat gering genutzt.

1970er Jahre
GOLDENE ZEITEN IM KURWESEN

oder:

Die glücklichen Jahre des Kurbetriebes

(und somit auch der Stadt Bad Sachsa und der Kurgäste)

 
Diese Geschichte verdient eine Extraseite (deshalb siehe dort!)

1981

Zum 4. November 1981 lädt der Kurdirektor Rüdiger Fuchs, im Einvernehmen mit dem Kurausschussvorsitzenden Dr. med. Kirchhoff,
"zu einer Besichtigung unseres nunmehr fertiggestellten Kurmittelhauses
(Fotos werden nachgereicht)


1982

Nach zweijährigem Um- und Neubau möchten wir Ihnen unser neues Kurzentrum vorstellen.
Sie finden in unserem großzügig ausgestatteten Haus alle für die Durchführung einer Kur notwendigen Einrichtungen.
Unter einem Dach in unmittelbarer Verbindung befinden sich im Kurzentrum:

  • Die Kurverwaltung
  • Das Kurmittelhaus
  • Der Kursaal
  • Der Leseraum
  • Die Fernsehräume
  • Die Bastel- und Freizeiträume

Das Kurmittelhaus bietet dem Kurgast Einrichtungen nach den neuesten Erkenntnissen:

  • Zwei unterschiedlich temperierte, chlorarme, ozonierte Sole-Bewegungsbäder
  • Medizinische Bäder - Kohlensäure, Sauerstoff, Moorlauge, Sole usw.
  • Fangopackungen und Massagen aller Art
  • Krankengymnastische Behandlungen
  • Gesundheitsschwimmen im Sole-Bewegungsbad
  • Trinkbrunnen (Staatl. Fachingen und Vitaminsäfte)
  • Ruheräume
  • Liegeterasse im Freien und überdacht

Unser medizinisch fachlich geschultes Personal im ganzjährig geöffneten Kurmittelhaus wird dazu beitragen, daß eine Kur in Bad Sachsa zum Erfolg führt.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Mitglieder, Patienten und andere Organisationen auf unser Angebot aufmerksam machen.
MfG Kurdirektor Fuchs
Anlage u.a. dieses Prospekt mit den Neuigkeiten: Solebewegungsbäder, Sauna und Solarium.
(StABS ohne Nummer) 


Das neue Kurzentrum umfaßt das "Haus des Gastes" und das "Kurmittelhaus" nun in 1982 in einer Einheit.

(26.02.1982, Bad Sachsaer aktuelles Echo)


1983

Sehr geehrte... (Ärzte inner und ausserhalb Bad Sachsa)
mit dem Neubau des Kurzentrums Bad Sachsa verfügen wir über
zwei unterschiedlich temperierte, chlorarme, ozonierte

S O L E - B E W E G U N G S B Ä D E R

die wir mit den Wassertemperaturen

30° - Herz- und Kreislauferkrankungen
und 34° - rheumatischer Formenkreis

betreiben.
...Aus diesem Grunde erlauben wir uns, Ihnen beigefügt ein Faltblatt zu überreichen, dem Sie die Leistungen unseres Kurmittelhauses entnehmen können....
MfG Kurdirektor Fuchs

1985

Die touristische Bedeutung der Ravensbergstraße

Kurdirektor Rüdiger Fuchs
(Durchschrift. Slg. Ralph Boehm)

1985

Auch der Kurgarten in Steina will gestaltet sein

mit dem Ziel, "eine gemütliche Atmosphäre des Kurgartens zu schaffen"

(Beschluss des Ortsrates Steina, 11.03.1985)

1986

beginnt der Ausbau des Schwimmbades mit dem Einbau eines
Blockheizkraftwerkes (BHKW)

1987

Auf zu neuen Wegen...

De Kurausschussvorsitzende Ratsherr Karl Otto Wienecke fragt in der Sitzung des Kurausschusses, 27. Juli 1987, an, ob die ortsansässigen Badeärzte mit der Terrainkurwegekarte vertraut sind. Er schlägt vor, eine

"Terrainkur"

einzuführen.
Kurdirektor Fuchs teilt sodann mit, dass den Badeärzten verschiedene Unterlagen dieser Art

(auch Klima-Kur)

bereits zugeschickt wurden.

1988

Eine Art Zeitenwende:

Der Harz Kurier titelt am 13. Juli 1988:

Nach der Arbeit auf die "Schulbank"
Mitarbeiter der Kurverwaltung "fit" in EDV

Die Softwareschulung hatte zum Gegenstand eine "Einführung in das Betriebssystem MS-DOS",
eine "Rationelle Textverarbeitung mit dem Textprogramm Star-Writer PC V 3.0",
sowie "Kalkulationsmodelle mit dem Kalkulationsprogramm Supercalc 3" durch einen Mitarbeiter der PRAGER SCHULE.
Der Kurs wurde über 40 Stunden in Bad Sachsa vollzogen vom 5. Mai bis zum 4. Juli 1988.

Der Kurausschußvorsitzende Karl-Otto Wienecke (stehend) eröffnet die Mitarbeiterschulung des Kurbetriebes. Zu seiner rechten Kurdirektor Rüdiger Fuchs (mittig im gelben Hemd).

1. Reihe vlnr.: Marita Schwanert, Silvia Bierwisch, Ria Böttcher, Diplom-Handelslehrer Wolf-Dieter Scherbaum und Johann Schulze.
2. Reihe vlnr.: Kurausschussvoristzender Karl-Otto Wienecke, Irene Weide, Adolf Fürkötter,  Kurdirektor Rüdiger Fuchs, Anita Meißner, Karla Schmidt und Walter Aurin.

Dezember 1989

Eine weitere Zeitenwende:

In einem Brief fasst Kurdirektor Fuchs seine Gedanken aus touristischer Sicht zusammen:

In einem Entwurf zu diesem Schreiben heißt es im 1. Absatz nach "positive Aspekte."...
, wie zum Beispiel die Erweiterung des "Salztalparadieses" mit drei Hallen-Tennisplätzen, zwei Squash-Kabinen und einer Indoorgolf-Anlage, dazu im Kurpark der neue und erweiterte Bereich "Hobby und Freizeit" mit einer Nutzfläche von 400 qm. Dazu kommt die Neugestaltung des unteren Kurparkbereiches. - Also auch einige Glanzpunkte. Unter dem Strich gesehen, müssen und wollen wir auch dankbar sein. In diese Dankbarkeit ziehen wir Ihr Wirken für den Heilklimatischen Kurort Bad Sachsa und den Luftkurort Steina ein. Dafür ein herzliches Dankeschön.
Die rasante Entwicklung..."
(2 Briefdurchschläge, Dezember 1989. Slg. Ralph Boehm)

1987

Das bisherige Hallenbad wird durch die Bädergesellschaft Bad Sachsa mbH zum
Freizeit- und Erlebnisbad

"Salztal-Paradies"

ausgebaut und am 18. und 19. September 1987 eingeweiht
und 1989 die Tennishalle sowie darunter ein Parkdeck gebaut.
Gerade rechtzeitig zur Grenzöffnung.


1990 Prospekt (inkl. Preisliste und diversen Fotos, Beschreibungen)

SALZTAL-PARADIES

Die Freizeitanlage mit der besonderen Atmosphäre
(bis 11/2025 Stadtwerke Bad Sachsa, seit dem im StABS)

Das Hallenbad mit 25 Meter-Bahn (jedenfalls knapp 25 Meter - die Fliesen kamen ja später noch dazu... - das Becken ist also nicht wettkampftauglich).

Vom Restaurant hatten man beste Aussichten.

Ein Außenbecken mit kurzem Schwimmkanal bringt auch bei Eis und Schnee Badevergnügen in wohligem 30° Grad warmen Wasser und Entspannung auf Massageliegen.

Sonnengarten

Bräunungs-Studio

Sauna

Bikini-Bistro

Sitzterrasse im Außenbereich

Schwalldusche

Schwimmunterricht

Dampfbad

Von außen gesehen

Indoorgolf

Squash

Zugang von der Tiefgarage

Tiefgarage (unter der Tennishalle)

1992

Ab 1992 wird das Salztal-Paradie weiter ausgebaut.
Stück für Stück tritt an die Stelle des Freibades ein Hallen-Wellen-Bad mit weiteren Attraktionen.
Es wird 1994 wiedereröffnet

Die Riesenrutsche

2001

Die "Eislaufhalle" wird im Salztal-Paradies am 02. April 2001 eröffnet

durch Bürgermeisterin Helene Hofmann und den Geschäftsführer Frank Kasselmann

Die Einweihung wurde durch diverse Aktionen zu einem

Spektakel; mit Kinderschminken, Eis-Disco etc.
(9 Fotos. Bis 11/2025 Stadtwerke Bad Sachsa, seit dem im StABS)

2003

"Durch die örtlichen Gegebenheiten kann in der Anlage vom ersten Tag an ein gutes Betriebsergebnis erzielt werden,      so dass sich die Tennishalle zukünftig zum ersten Mal seit ihrem Bestehen wirtschaftlich darstellen wird,
freut sich Geschäftsführer Frank Kasselmann und fügt hinzu:
Damit dürfte das Salztal-Paradies Bad Sachsa mit über 1000 Besuchern und Übernachtungen am Tag eine der beliebtesten Urlaubs- und Freizeitanlagen der gesamten Region sein.
Wie berichtet wurde die Gesamtanlage des Salztal-Paradieses vom Touristik-Konzern TUI unter die hundert weltbesten Ferienhotels gezählt.
Diese Auszeichnung geht auf eine Abstimmung unter den TUI-Feriengästen zurück."

(10.11.2003 Harz Kurier)

2008

Katharina Witt bereitet sich mit weiteren Eiskunstlaufstars auf ihre Abschiedstournee im Salztal-Paradies vor.

Horst Möller versucht, einen Blick auf die Stars zu bekommen (2 Fotos: Horst Möller, 08.02.2008)

2011

Eine Werbung aus diesem Jahr:

2011

Aus der Tiefgarage kommt man über die Treppe direkt zur Tennis-Halle und dem Regenbogenland;
zum Bistro, Bowling und den anderen Attraktionen geht`s durch die rechte Tür.

(2 Fotos: Horst Möller, 30.01.2011)

2011

feiert die Eislaufhalle ihr 10-jähriges Bestehen

(26.04.2011, Foto: Horst Möller)

2016

Das BHKW (BlockHeizKraftWerk)-Modul fliegt herein
[s.o. die Anfänge des BHKW vor 30 Jahren in 1986]

vlnr: Geschäftsführer Martin Völz, x?, Bürgermeister Axel Hartmann, Werner Bruchmann, Stefan Jödecke (Techn. Leiter Stadtwerke)

Café und das Salztal Sport Center

2017

Im Mai 2017 stellt sich das Café so dar:

Café und das Salztal Sport Center

2017

Im Mai 2017 stellt sich das Café so dar:

Das Salztal Sport Center hat geöffnet am:
Mo-Fr   8 bis 21 Uhr
Sa-So 10 bis 16 Uhr

2019

Zu einem Kaufpreis von 2.250.000 € wird eine "Freizeitanlage" (Tennishalle + Regenbogenland) mit 4.907 qm  und einer vermietbaren Fläche von 3.227 qm angeboten.
(ENGEL  & VÖLKERS Commercial, Braunschweig Juli 2019)

2021

wird Tobias Jaeschke in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

(10.07.2021 Facebook)

Noch schöner wird die Sauna-Landschaft im März 2022:

Der Geschäftsführer der städtischen Gesellschaften, Herr Döbber-Rüther, und Bürgermeister Daniel Quade präsentieren die Neuerungen (nach 2 Jahren und 4 Monaten Schließung)
(Text: 06.03.2022 BGM Quade auf Facebook. Fotos: Harz Kurier online 8.23 Uhr, 01.03.2024)

"Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
am Donnerstag (03.03.2022) wurde nach über zwei Jahren die neue Saunalandschaft im Salztal Paradies Bad Sachsa vom
Geschäftsführer Thomas Döbber-Rüther und mir offiziell wiedereröffnet.
Seit gestern steht somit wieder das Gesamtangebot des Salztal Paradies für alle Besucher und Besucherinnen zur Verfügung.
Mit dem Tag der Wiedereröffnung verbinde ich drei Gefühle:
Ich bin froh, dass nach über zwei Jahren die Sauna wieder geöffnet werden konnte.
Glücklich, dass sie so toll geworden ist und das Angebot sogar erweitert werden konnte.
Und stolz auf Herrn Döbber-Rüther und sein Team, die hier gemeinsam Großes geleistet haben.
Es zeigt sich wieder einmal mehr, dass eine städtische Gesellschaft in den Händen einer guten Führung viel bewegen kann.
Vielen Dank an alle Beteiligten für Ihr Engagement.
Viel Spaß im Salztal-Paradies wünscht Ihnen & Euch Daniel Quade."

2025

Der Harz Kurier titelt am 01. Juli 2025:
"Kühle Orte im Harz: Hier findet man Schutz vor der Hitze
und empfiehlt die
"Eislaufhalle in Bad Sachsa
Man muss sich aber nicht zwingend unter die Erde verkrümeln, um an heißen Tagen kühle Orte zu finden. Auch die Eislaufhalle in Bad Sachsa ist eine Option. Die 1.350 Quadratmeter große Fläche gehört zum Salztal Paradies und ist ganzjährig geöffnet. Schlittschuhe, Kinderhelme und Eislaufhilfen kann man sich leihen. Empfehlenswert ist es, Handschuhe zu tragen, um die Finger vor den Kufen der anderen zu schützen, falls man mal fällt.
Die Eislaufhalle ist von Mai bis September von dienstags bis donnerstags zwischen 16 und 19 Uhr geöffnet.
An den anderen Wochentagen ist sie vermietet, zum Beispiel für Trainingscamps. Dafür wird die Halle richtig heruntergekühlt: Wenn die Eishockeyspieler in ihrer warmen Ausrüstung kommen, wollen sie es kalt.
Für die öffentlichen Läufe bemüht sich das Team um eine Mitteltemperatur - auch damit Kinder nicht frieren.
Besucher sollten sich auf eine Temperatur zwischen zehn und 15 Grad Celsius einstellen - der genaue Wert hängt von der Außentempeatur ab...
..Von Oktober bis April ist die Bad Sachsaer Eislaufhalle zusätzlich freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags von 12 bis 21 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags ist in den Wintermonaten zudem ab 16 Uhr Kinderdisco und anschließend Eis-Disco.
Erwachsene   7 Euro
Kinder ab dem 4. Lebensjahr und Ermäßigte  6 Euro
Infos zu Familien- und Gruppentarifen und Ausleihgebühren stehen auf der Internettseite.

Tags darauf wird die
"Historische Entscheidung: Bad Sachsa plant Urlaubsparadies für Familien"
im Harz Kurier verkündet (02.07.2025, Harz Kurier)

Bad Sachsa hat ein Problem.
Nachdem bereits 1988 der Status "Heilklimatischer Kurort" gefährdet war
(aufgrund der Analyse wurden damals der Parkplatz-Suchverkehr in der Innenstadt als Hauptursache erkannt und beseitigt, in dem dann
1) mehr Parkplätze in
2) unmittelbarer Nähe der Marktstraße in
3) konzentrierter Form in der Ringstraße gebaut wurden - insbesondere der "ALDI-Parkplatz" und der P an der Ecke Ringstrasse/Jugendherbergsstrasse..
Das hat gewirkt!).
Jetzt war das Salztal-Paradies so attraktive, insbesondere auch für den Nordhäuser Bereich, dass es erneut zu erheblichen Parkplatzproblemen kam.

Dieses Foto ist nur ein Platzhalter!!! und wird ersetzt werden!!!

 

 Aufstieg und Fall der Stadt Sachsa, Teil II: 

Vom mondänen Kurort zur

klammen Gemeinde...


Die Gesundheitsgesetzgebung mit dem

Haushaltsbegleitgesetz 1983

(Einführung der Zuzahlung zur Kur: 10 DM/Tag), dem               

Gesundheitsstrukturgesetz 1997

(Budgetierung der Kassenausgaben)

sowie dem 

Beitragsentlastungsgesetz 1997

(Verkürzung der Kur von 4 auf 3 Wochen, Verdoppelung der Zuzahlung von 12 auf 25 DM/Westdeutschland sowe 9 auf 20 DM/"Neue Länder"), veranlaßten diverse Träger von Kurheimen, diese zu schließen und zu verkaufen.
Bad Sachsa verlor in den 1990er Jahren mehr als 10 große Häuser
mit jeweils ca. 50 Arbeitskräften (mit Familien ein Aderlaß von rund 1.000 Menschen bei einer Bevölkerung von 9.000 Einwohnern!)
Dieser Verlust an Kaufkraft konnte durch die Umstellung der hiesigen Gastgeber und städtischen Bereiche vom Kur- auf den neuzeitlichen Gast noch nicht vollständig kompensiert werden.
Die folgende Aufstellung über die Kurtaxe-Einnahmen des Jahres 1963 ff mag verdeutlichen, welches Gewicht der Kurbetrieb in unserer Stadt spielte (insbesondere, wenn man bedenkt, daß es aus Infrastrukturgründen und mangels Bodenschätzen keine industrielle Fertigung gab, gibt und geben kann/wird!). Allein die Kinderheime haben damals einen Beitrag von 6.500 DM an Kurtaxe in die Stadtkasse gespühlt; und deren tatsächliche Bedeutung der AOK-Klinik wie auch des Reichsbundheimes mit zusammen rund 50.000 DM wird deutlich: sie haben 18 % der Gesamteinnahmen ausgemacht. Auch die Privatkurgäste, zum einen tatsächliche Kurgäste, welche die ambulante Badekur vor Ort in Anspruch genommen haben, zum anderen die Besucher der Kurgäste (deren Kinder, Eltern, Ehepartner) haben mit 120.000 DM den Löwenanteil beigetragen und den vielen kleinen Privatvermietern ein Zubrot gebracht wie auch Existenzen ermöglicht. Viele der bereits in die Jahre gekommenen großen Villen hatten einen Nutzen und konnten wieder hergerichtet werden.

Häuser erzählen Geschichte(n)

Bad Sachsa verfügt mit seiner Jugendstil- und Gründerzeit-Villen-Bebauung über eine für den Harz untypische Architektur. Noch 1870 war Sachsa ein Ort wie viele andere im Südharz, mit hervor­ragender Luft, malerisch gelegen – schön, aber nichts Besonderes. Durch verschiedene Umstände gelang es Sachsa, sich innerhalb weniger Jahre zu Bad  Sachsa zu mausern und zu einem regelrecht mondänen Kurort zu werden, der zahlreiche wohlhabende und einflussreiche Persönlichkeiten anzog, die sich dort – um der kohlehaltigen Luft aus den Großstädten zu entfliehen – luxuriöse Sommerfrischen bauten. 

Heilklima-Wanderung

Ankündigung für den 17.05.2023

Bürgermeister Daniel Quade
(auf Facebook 16.11.2023)
Die Stadt Bad Sachsa ist erneut „Top-Kurort des Jahres“
Das renommierte Ratgebermagazin FOCUS-GESUNDHEIT hat uns, das zweite Jahr in Folge, als „Top-Kurort des Jahres“ ausgezeichnet.
Dieses Mal für das Jahr 2024 .
Gerade im Bereich der „Infrastruktur“ erhielten wir die Bewertung „sehr gut“. In den Bereichen „kurortypischen Angebots“ und „medizinisches Angebot“ gab es ein „gut“.
Besonders positiv ist die Beurteilung des „sehr reichhaltigen Kulturangebotes“ 
Wir sind laut FOCUS weiterhin der beste Kurort im Landkreis und im Harz (in der Kategorie: Kurorte und Heilbäder) 
Die Bewertung erfolgte in vier Stufen: 
1. Befragung der Gemeinde
2. Recherche durch die Redakteure in öffentlichen Quellen
3. Scoring 
4. Überprüfung der Datenqualität
Bis 30.11.2024 dürfen wir das neue Siegel führen und sind sehr stolz darauf 
Ihr & Euer      Daniel Quade

Bürgermeister Daniel Quade
(auf Facebook 20.02.2024)

Auch in 2023 Übernachtungsrekord in Bad Sachsa
  Weitere gute Nachrichten für uns:
  2023 konnten wir unseren Übernachtungsrekord aus dem bisherigen Rekord-Jahr 2022 übertreffen (rund 311.500 Übernachtungen)
  Die endgültigen Zahlen werden zurzeit ermittelt, es erreichen uns noch täglich Meldungen. Aber wir liegen bereits jetzt - mit rund 316.400 Übernachtungen - über den Werten aus dem Jahr 2022.
  Schön, dass nicht nur die Experten von FOCUS-Gesundheit erneut die Qualität unserer Stadt bescheinigt haben, sondern vor allem unsere Besucherzahlen wieder einmal für die Attraktivität und Gastfreundlichkeit unserer Stadt sprechen.
  Dafür ein großes Dankeschön an Sie alle.
  Ein besonderer Dank gilt unserem gesamten Team der Tourist-Info
Bad Sachsa und auch unseren städtischen Gesellschaften, ohne deren Einsatz solche Leistungen nicht möglich wären
Die Gäste, die uns besuchen, fühlen sich bei uns wohl, weil sie stets herzlich willkommen geheißen werden   
Ihr & Euer     Daniel Quade

Entwicklung der Gästezahlen

in Bad Sachsa von 

1880 - 2018

(12.02.2019, Graph: Ralph Boehm)

 


Den Post des BGM Daniel Quade vom 20.02.2024 ergänzte Ralph Boehm am 25.02.2024 mit dem hierüber stehenden Graph sowie dem folgenden Text:

Gästezahlen Bad Sachsa 1880-2018.
Habe ich mal für mich in 2019 angefertigt. Im Grundsatz drückt der Graph aus, dass die
"ANKÜNFTE" seit beginn kontinuierlich in Bad Sachsa gestiegen sind - außer in den Kriegszeiten - und außer in den 1977ff des durch die Kostendämpfungsgesetze veranlaßten Kliniksterbens: vereinfacht ausgedrückt hat Bad Sachsa in diesen Zeiten ca. 10 Kliniken verloren - und somit ca. 350 bis 500 Arbeitsplätze in einer Spanne von 10 Jahren verloren - und somit auch einen erheblichen Einwohnerschwund zu verzeichnen gehabt. Dieser Aderlaß/Trend, durch bundespolitische Gesetze verursacht, konnte vorort erst durch insbesondere die Stadtsanierungsmaßnahmen aufgefangen und erfolgreich gedreht werden. So haben sich die "ANKÜNFTE" seit Ende der 1990er Jahre nahezu verdoppelt!!!
Neben der damaligen örtlichen Politik hat sich hier vor allem auch die Einführung der Sterne-Klassifizierung durch die DEHOGA ausgewirkt, welche zu einer deutlichen Verbesserung der Hotels und (später) Ferienwohnungen führte. - Bei den "
ÜBERNACHTUNGEN" sieht es deutlich extremer aus! Die höchsten Zahlen sind mit dem Kurbetrieb auf über 650.000 in den 1970er Jahren gestiegen (überliefert ca. 680.000) - danach erfolgte der Einbruch durch die oben erwähnten Kostendämpfungsgesetzte in 1977 und 1982 auf rund 220.000 (überliefert sogar nur 180.000)!!! der nur sehr kurz durch die Grenzöffnung aufgehalten wurde. Erst durch die Auslagerung der städtischen Werbung etc. mit der Hereinnahme der GLC, Auslagerung der Salztal-Ferienhaus-Siedlung an Landal, stärkere Kontrollen bei den Anbietern und die Aktivitäten des Geschäftsführers der städtischen Gesellschaften M. Völz konnte sich der Trend seit 2010 bei den ANKÜNFTEN von ca. 49.200 auf fast 78.000 steigern lassen und die ÜBERNACHTUNGEN in dieser Zeit von rund 220.000 auf über 300.000 gewonnen werden - jeweils eine Steigerung von annähernd 50 PROZENT in der Zeit von 2010 bis 2018! 


DAS PRÄDIKAT
"Heilklimatischer Kurort"


"Man sollte sich auch mit der Geschichte beschäftigen. Dann wüsste man das bereits 1600 /1700 die heilende Wirkung unseres Wässerchens erwähnt wurde (wahrscheinlich schon früher bekannt war) und damit der Grundstein für das Bad gelegt wurde. Erst 1905 Sachsa als zusatz bekommen hat. Mit dem Hintergrund : Heilbad. Lg" xxxxxxx xxxxxx 
auf Facebook am 17.11.2023)

Persönliche Stellungnahme durch Ralph Boehm am selben Tag auf Facebook

(geringfügig später ergänzt):

Sehr geehrter Herr xxxxxxxxxxxx!
Ihre Auslassungen sind einfach nur Quatsch (und ich drücke mich noch milde aus!).

1) "Sachsa" darf sich seit 1905 "Bad Sachsa" nennen - es ist Teil des Namens! Die genaue Ursache ist NICHT BEKANNT! (Vermutungen spekulieren über einen Einfluß des Generalpostdirektor des Deutschen Reichs Ernst Heinrich Wilhelm von Stephan, der auf dem Ravensberg häufiger zu Gast war über die Absicht des Herrn Deibel, den Deutschen Kaiser nach Sachsa zur Hochzeit seiner Tochter Nora einzuladen - und der Kaiser reiste offiziell gern in "Bäder" (z.B. Bad Ischl). Wie auch immer, den Bad Sachsaer Nachrichten vom 12. September 1905 kann man entnehmen "Sachsa ist in Bad Sachsa umgetauft worden. Der hiesige Magistrat hatte sich infolge Drängens des hiesigen Postamtes und der Eisenbahnverwaltung veranlaßt gefühlt, bei der zuständigen Behörde den Antrag zu stellen, daß Sachsa offiziell den Namen BAD SACHSA erhält. Daraufhin scheinen die Behörden eingegangen zu sein; denn das hiesige Postamt erhielt heute von der Oberpostdirektion die Mitteilung, daß Sachsa durch ergangene Verfügung den Namen "Bad Sachsa" erhalten habe.
[bitte weiterlesen bei Dietze, 75 Jahre Kurort, S. 19].
[spätere persönliche Anmerkung: Auch wenn das Prädikat "Heilklimatischer Kurort" wegfallen sollte, trägt unsere Stadt also weiterhin den Nahmen "BAD SACHSA"].
2) Von "Heilenden Wässern" ist in Bad Sachsa, bis auf eine Ausnahme, in den vergangenen 1000 Jahren nichts bekannt! Und die eine Ausnahme ist um 1970, denn dort ist bei der Suche und den damit verbundenen
Probebohrungen medizinisch interessantes Wasser in der Nähe des Bahnhofes auf dem sogenannten "Ochsenplan" nachgewiesen worden. Da der Ochsenplan aber über lange Zeit als Müllkippe gebraucht und mißbraucht wurde, haben die Verantwortlichen auf eine weitere Nutzung sinnvoller Weise verzichtet. Darüber hinaus konnte für z.B. das Wasser der Reinhardtsquelle im Kuckantal, das Wasser ist wunderbar - Aquarianer und Teetrinker schwören darauf - keine medizinische Wirkung nachgewiesen werden.
3) waren der "Heilgehülfe" Carl Degenhard und der Sanitätsrat Dr. med Bötticher entscheidend daran beteiligt an der
Gründung des heilklimatischen Kurorts Bad Sachsa. Degenhard beherbergte die ersten Kurgäste 1864 im Haus der Marktstr. 49.
("A bis Z", Bad Sachsa Nachrichten 15.05.1971 u.a., Dietze a.a.O).
4) Unser besonderes Klima hat mit seiner besonderen Lage am Rande der Berge -gleichzeitig geschützt durch den hohen Ravensberg- zu tun; aus diesem Grunde, so hat es die Bioklimatische Forschungsstelle Braunlage zusammengefasst, liegen die klimatischen Vorzüge in
a) der langen Sonnenscheindauer, die sich auf den Herbst erstreckt,
b) Luftreinheit infolge der Filterwirkung ausgedehnter Wälder,
c) Milderung von Kälteeinbrüchen durch das Gebirge und
d) das es keine Lärmbeästigung hier gibt, weil ohne Durchgangsverkehr.
Auf dieser Basis hat der Landesfremdenverkehrsverband Harz e.V., Braunschweig, den 19. August 1939, die
"Anerkennung der Bezeichnung HEILKLIMATISCHER KURORT" durch den Staatssekretär Esser uns zuerkannt (StABS XV.a.55).
Das Prädikat "Heilklimatischer Kurort" wird in neuerer Zeit i.d.R. alle 10 Jahre auf den Prüfstand gestellt und wurde zuletzt in diesem Jahr wieder bestätigt (HK 26. Mai 2023).

(Foto: Karlfriedrich Georg, ca. 1980, evtl. für die Bad Sachsaer Nachrichten)

Die erneute Prädikatisierung war tatsächlich einmal in Gefahr, nämlich 1989 ff aufgrund der sich damals verschlechterten Luft, die, so haben es damals Gutachten ergeben, an dem sogenannten "Parkplatzsuchverkehr" in der Marktstraße und seinen Nebenstraßen in unserer Stadt gelegen haben. 

 
(Daß die Luftmessungen VOR Grenzöffnung stattfanden, wollten Teile des Stadtrates später nicht wahrhaben und schoben die dreckige Luft auf die NACH Grenzöffnung nach Bad Sachsa "einfallenden Trabbis". Dieses "Problem" mit den 2-Taktern löste sich innerhalb kurzer Zeit von selbst und somit löste sich für diese Ratsmitglieder auch das Verkehrs- bzw. Luftproblem). 

Die anderen Teile des Rates gingen das Problem, gegen starke Widerstände aus Politik und Wirtschaft, jedoch gezielt und schließlich erfolgreich an durch:
 a) Schaffung von mehr Parkplätzen, als bis dato vorhanden in
b) unmittelbarer Entfernung der Marktstraße in
c) konzentrierter Form.

Diese Gelbe Karte bzgl. einer möglichen Versagung der Prädikatisierung sollte gerade heute den Enstscheidungsträgern bei baulichen Veränderungen eine Mahnung sein; ich denke an große Hotelprojekte in Tallage (angedachte Überbauung großer Teil des Pferdeteiches, seines Dammes und des Reinhardtsweges) einhergehend mit einem Parkhaus (auf 200 Parkplätze ausgelegt) sowie eines Hotels im Stadtkern (mit 40 Zimmern für 80 Gäste bei 9 Parkplätzen zwischen Hindenburg- und Schützenstraße) und auch den Bau von Großkindergärten im Zentrum (mit über 100 zusätzlichen An- wie auch Abfahrten bei einem bereits bestehenden Kindergarten!).
Wenn schon kein Verzicht auf diese Baumaßnahmen angedacht werden sollte (zumindest Verlegung an andere Stellen der Stadt Bad Sachsa wäre sinnvoll), dann sind zumindest Ausgleichsmaßnahmen inbezug auf Bepflanzung, Wasserregulierung, Verkehrssteuerung etc. zwingend, will man das einzige Standbein, die gute Luft und den dadurch funktionierenden Tourismus, aufrechterhalten!

Manfred Götzke stellte im Deutschlandfung am 15. Juli 2023 die Frage:
"Flut im Ahrtal: Lernen wir aus Katastrophen ? ... Katastrophen wie im Ahrtal werden sich durch den Klimawandel verstärken". 

Re- PRÄDIKATISIERUNG 2022/2023

Dem Protokoll der öffentlichen Sitzung des Tourismus-Ausschusses ist unter Punkt 5b am 14.06.2022 zu entnehmen:

"Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
hat der Stadt Bad Sachsa am
05. November 2010 das Prädikat
„staatlich anerkannter tHeilklimatischer Kurort“
erliehen.
Das Ministerium überprüft im Abstand von zehn Jahren die Voraussetzungen für die
staatliche Anerkennung der Stadt Bad Sachsa als Heilklimatischer Kurort.
Die Überprüfung dient der Feststellung, ob die Anerkennungsvoraussetzungen, die zur
Prädikatisierung geführt haben, auch weiterhin erfüllt werden.
Die ursprünglich in 2020 vorgesehene Überprüfung wurde seitens des Ministeriums
aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend ausgesetzt. Am 13.04.2022 wurde
die Stadt Bad Sachsa vom Ministerium aufgefordert, die Unterlagen für die
Anerkennung bis zum 31.01.2023 einzureichen.
Die Überprüfung der Anerkennungsvoraussetzungen erfolgt anhand eines von der
Stadt Bad Sachsa auszufüllenden Erhebungsbogens sowie einer Ortsbegehung
durch Vertreter des Ministeriums unter Mitwirkung des Beirats für Kurorte, der das
Ministerium aufgrund seiner Kenntnisse in verschiedenen Fachbereichen unterstützt
und zum Ende des Verfahrens eine abschließende Einschätzung abgibt.
Der Beirat setzt sich zusammen aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr
und Digitalisierung - Referatsleitung Tourismus und Kreativwirtschaft, der Arbeits-
gemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände, dem Deutscher Wetterdienst, der
Industrie- und Handelskammer Niedersachsen, dem Institut für Balneologie und
Medizinische Klimatologie der MH Hannover, dem Nds. Ministerium für Soziales,
Gesundheit und Gleichstellung, dem Heilbäderverband Niedersachsen e. V., der
Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH und dem Tourismusverband Nieder-
sachsen e. V.
In dem 15-seitigen Erhebungsbogen sind u. a. Angaben zu den Anerkennungsvo-
raussetzungen wie Kurortcharakter, Straßenverkehr, Lärmschutz, Barrierefreiheit,
Kurpark, Tourist-Information, Unterkunft und Verpflegung, Ärzte, Therapeuten und
Apotheken zu machen. Darüber hinaus wird nach Heilanzeigen, Bioklima, Einrich-
tungen zur therapeutischen Nutzung des Heilklimas und weiteren ortsspezifischen
Voraussetzungen wie Sportanlagen, Spielangebote, Freizeiteinrichtungen,
Schwimmbäder und Terrainkurwegenetz gefragt. Weiterhin sind Analysen und Gut-
achten über die bioklimatische Beurteilung, Luftqualitätsgutachten und eine Be-
scheinigung der Rattenfreiheit in der Stadt vorzulegen.
Die Bearbeitung dieser Aufgaben obliegt Frau Urban in Zusammenarbeit mit der
Bad Sachsa Holding GmbH & Co. KG und der Tourist-Information Bad Sachsa.

Das Verfahren wurde erfolgreich durchlaufen.
So konnte man dem Harz Kurier am 26. Mai 2023 entnehmen:

Es folgt eine persönliche Einschätzung/Anmerkung von

Ralph Boehm:

Nachdem bereits 1988 die Re-Prädikatisierung stark gefährdet war

[Verkürzt: der innerstädtische Parkplatz-Suchverkehr hatte zu schlechten Luftwerten geführt.  Erfolgreich wurden daraufhin Gegenmaßnahmen umgesetzt, indem
1) mehr Parkplätze in
2) unmittelbarer Entfernung in
3) konzentrierter Form
geschaffen wurden in der Ringstraße mit dem ALDI-P und dem P an der Ecke Jugendherbergstraße/Ringstraße]

sehe ich nun in 2026 mit den Plänen des Neubaus eines Hotels in der Talstraße (teilweise Überbauung des Pferdeteichs!!)  inklusiv des Baues eines Park-Hauses am Forstmeister Baer-Platz eben genau diese Re-Prädikatisierung wiederum stark gefährdet.
Meines Erachtens wird durch die Umsetzung der geplanten Maßnahmen sehr viel Verkehr über u.a. die Jugendherbergstraße (von Süden und Westen) und die Bahnhofstraße (von Osten) über die Markt- und Kirchstraße in die Talstraße und somit in die Tallagen hereingezogen. Der weitere Bau eines Hotels in der Stadtmitte (Hindenburgstraße/Pfaffenwiese/Schützenstraße) wird zusätzlich erheblichen Einfluß auf die hiesigen klimatischen Bedingungen haben.
Die Überarbeitung des damaligen Verkehrsgutachtens ist das Mindeste und zwingend erforderlich.

Unsere Partnerstadt Castelnau de Medoc hat 2020 Erfahrungen mit Regenwasser machen müssen!
(3 Fotos: Jean Bottaro, 11. Mai 2020)

Damals: Die Kurdirektoren dieser Stadt

IN ARBEIT                           IN ARBEIT                     IN ARBEIT

Die Kurdirektoren dieser Stadt

Die Verwaltung der Badeangelegenheiten von Sachsa lag seit den 70er [bei R.H.: „77er“] Jahren des vorigen Jahrhunderts in den Händen der Stadtverwaltung, die eine besondere Kommission für die Badeverwaltung wählte, bei deren Sitzungen der jeweilige Bürgermeister den Vorsitz führte. Die Badeverwaltung brachte der Stadtverwaltung sehr viel Arbeit, namentlich während und nach der Inflation. Darum entschloß sich die Badeverwaltung im Frühjahr 1924, für die Zeit vom 15. Mai bis 15. September einen Badekommissar anzustellen.

In der Sitzung der Badeverwaltung vom 16. Dezember 1924 regte Dr. med. Haupt an, einen Kurdirektor für das ganze Jahr zu bestellen und alle Kureinrichtungen einem Kurverein zu übertragen, an dem die Stadt mit ihren Einrichtungen sich beteiligen müßte. Als geeignete Person für das Amt des Kurdirektors wurde vorgeschlagen Dr. Ulrich, der am 12. März 1925 für die Zeit vom 1. April bis 30. September 1925 gewählt wurde. Am 4. September desselben Jahres beschloß die Badekommission einstimmig, den Magistrat zu ersuchen, ihrem Beschlusse beizutreten, daß der Kurdirektor bis auf ein weiteres im Dienst bleibt, um die Wintersaison zu leiten und Vorbereitungen für die Sommersaison zu treffen. In der Sitzung vom 25. Januar 1926 empfiehlt die Badekommission die Anschaffung einer Wettersäule.

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DAK muß Festigungskuren streichen
(06.10.1995, Harz Kurier)