Wintersport- und Heimatmuseum Bad Sachsa

Herzlich willkommen!

Adresse

Hindenburgstraße 6
37441 Bad Sachsa

Tel. 05523 999 436

info@heimatmuseum-bad-sachsa.de

Öffnungszeiten

dienstags 15-17:00 Uhr
Führungen an jedem vierten Dienstag im Monat um 15:00 Uhr und nach telefonischer Anmeldung
Der Eintritt und die Führungen sind kostenlos (als ehrenamtlich betriebenes Museum freuen wir uns über Spenden).

Häuser erzählen Geschichte(n)

Bad Sachsa verfügt mit seiner Jugendstil- und Gründerzeit-Villen-Bebauung über eine für den Harz untypische Architektur. Noch 1870 war Sachsa ein Ort wie viele andere im Südharz, mit hervor­ragender Luft, malerisch gelegen – schön, aber nichts Besonderes. Durch verschiedene Umstände gelang es Sachsa, sich innerhalb weniger Jahre zu Bad Sachsa zu mausern und zu einem regelrecht mondänen Kurort zu werden, der zahlreiche wohlhabende und einflussreiche Persönlichkeiten anzog, die sich dort – um der kohlehaltigen Luft aus den Großstädten zu entfliehen – luxuriöse Sommerfrischen bauten. 

Stadtplan um 1960

Quellen

Die auf dieser Seite verwendeten Informationen und Texte stammen überwiegend aus dem Buch "Bauwerke erzählen Geschichte - Architekturgeschichtliche Rundgänge in der Uffestadt und ihren Stadtteilen" von Ralph Boehm und Michael Reinboth, erschienen im Papierflieger-Verlag 2015 (ISBN 978-3869484648).

weitere Texte: Ralph Boehm, Michael Reinboth, Sabine Klapper
aktuelle Fotos: (soweit nicht anders angegeben) von Dorota Schmidt
historische Fotos: häufig alte Postkarten. Quellen sind das Stadtarchiv, das Bauamt, Privatarchive oder -sammlungen. Die Inhaber sind jeweils unter dem Bild auf der Sonderseite aufgeführt.

Villa Nora, erbaut 1872

Bismarckstraße 1

Zur Hochzeit der Tochter Nora ließ der Besitzer, Fabrikant Louis Deibel, das Essen aus dem Hotel Adlon in Berlin kommen.

Gelpkes Mühle, erstmalig erwähnt 1557 unter dem Namen Obermühle     

Bismarckstraße 15


1874 richtete der damalige Mühlenbesitzer Carl Gelpke hier ein Bad ein, in dem Kneipp'sche Anwendungen genommen werden konnten.

Hotel Schützenhaus, erbaut 1904-1905

Am Kurpark 1-3

Die Gäste wurden mit dem Pferdefuhrwerk vom Bahnhof abgeholt.

Villa Reinhardt, erbaut 1895-1897

Brandtstraße 14

Der Erbauer Kommerzienrath Friedrich Wilhelm Reinhardt ließ sich mit dem eigenen Esel vom Bahnhof abholen.

Villa Uthemann, erbaut 1900

Blücherstraße 4

Der Erbauer Franz Uthemann ersteigerte einen Pavillon von der Weltausstellung 1900 in Paris und stellte ihn in seinem Garten auf.

Villa Pahlke, erbaut 1905, erweitert 1929-30

Waldsaumweg 20

Der Generaldirektor für Mannesmann in Süd-Amerika, Max Pahlke, nutzte seine prächtige, riesige Villa selbst nur wenige Wochen.

Untertor, erbaut um 1500 oder davor

Einstmals gelegen in der unteren Marktstraße auf Höhe der heutigen Hausnummern 28 und 41.

Im massiven Turm befanden sich die Gefängniszellen.

Nach mündlicher Übelieferung durch den ehemaligen Stadtarchivar Günter König ist das Haus mit der heutigen Adresse Marktstr. 32 (unten links - gegenüber der Gaststätte "Saxa") ehedem als Torwärterhäuschen weniger Meter entfernt des Stadttores gebaut worden - und somit eines der ältesten Häuser Sachsas.

Obertor (auch Gänsetor), erbaut um 1500 oder davor

Einstmals gelegen in der Kirchstraße auf Höhe der heutigen Hausnummern 15 und 20.

Im Obertor war einstmals die Wohnung des Gänsehirten. Heute zeigt die graue Pflasterung oberhalb des Kirchhofs den ehemaligen Standort des Tores.

Bahnhofsgebäude Bad Sachsa, erbaut 1906

Bahnhofstraße


In den ersten Jahren wurden die Reisenden mit Pferdefuhrwerken vom Bahnhof abgeholt.

Villa Glückauf, erbaut 1909

Waldsaumweg 6

...vom Bergwerksdirektor a. D. Morsbach

"Wir haben den Harz schon lange geliebt
mit den Bergen und Tälern, den grünen,
der neuen Frieden der Seele gibt,
wenn unmöglich es auch geschienen."

27. Juli 1908, Adolf Morsbach

Villa Horenkohl, erbaut 1909

Waldsaumweg 5

...vom Kaufmann F. Horenkohl

Auch in kleinen Villen war noch Platz für ein Mädchenpensionat.

Villa ...

Straße + Nr.

Sie sind Eigentümer eines historischen Hauses in Bad Sachsa? Sie haben Fotos und/oder alte Dokumente, die vergangene Zeiten wieder zum Leben erwecken? Dann nehmen Sie Kontakt auf zu Ralph Boehm oder schicken uns eine E-Mail.

Schmelzteich mit Bootshaus; in den 1920er Jahren

"Das schönste Stück Landschaft im schönen Bad Sachsa" wird bereits 1550 erwähnt und gehört zu den ältesten Talsperren im Harz. (Günter König: Bad Sachsa – Vom Bauernstädchen zum Kurort. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1988, S. 57). 

Degenhardt's Waldhaus

Am Kurpark 5

Degenhardt hatte als einer der ersten die Bedeutung Sachsa für Kurgäste erkannt. Mit obiger Anzeige warb er  bereits 1884 für einen Kuraufenthalt in Sachsa. 
In einem Brief schreibt er: "Jetzt habe ich in schönster Lage am Walde ein Haus, und ist im Sommer alles besetzt, und haben die Gesunden die Kranken verdrängt".

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