BAHNHOFSTRASSE

Grundstück des Herrn C. Seidenstücker

(1901-1909, StABS XII.m.15, Besiedelungs- und Fluchtlinienangelegenheiten, Bahnhofstrasse)

Das große Grundstück mit der Sägemühle des Carl Seidenstücker wird zur Rechten durch den Grund von Otto Kaiser (Bauunternehmer, siehe insbesondere auf dem Pfaffenberg) und zur Linken vom Wettbewerber C. Heidecke mit seiner Sägemühle begrenzt. Oberhalb liegt der Bahnhofsweg.


(1946, AK, Slg. Klaus Petersen)

Das große Grundstück mit der Sägemühle des Carl Seidenstücker wird zur Rechten durch den Grund von Otto Kaiser (Bauunternehmer, siehe insbesondere auf dem Pfaffenberg) und zur Linken vom Wettbewerber C. Heidecke mit seiner Sägemühle begrenzt. Oberhalb liegt der Bahnhofsweg.

BAHNHOFSTRASSE

Walkenrieder Kreuzung

(1946, AK, Slg. Klaus Petersen)

Das große Grundstück mit der Sägemühle des Carl Seidenstücker wird zur Rechten durch den Grund von Otto Kaiser (Bauunternehmer, siehe insbesondere auf dem Pfaffenberg) und zur Linken vom Wettbewerber C. Heidecke mit seiner Sägemühle begrenzt. Oberhalb liegt der Bahnhofsweg.


(1906, Rechnung: Slg. R. Boehm)

Carl Seidenstücker hat in seinem Dampfsägewerk (mit anhängender Zimmerei u. Holzhandlung) einen Ahorn zu 15 Brettern aufgeschnitten für den Walkenrieder Tischlermeister Heinrich Domeyer. (...wenn ich die Schrift richtig gelesen habe... Bitte helfen Sie uns!)


BLUMENBERG

Steinkreuze + Kreuzsteine

(05.10.2021, Foto: Brigitte Borchert)

IN ARBEIT

(05.10.2021, Foto: Brigitte Borchert)

 


IN ARBEIT

IN ARBEIT

(05.10.2021, Foto: Brigitte Borchert)

 


IN ARBEIT

Bornweg 10

"Andächtige", Branko Ruzic, o.D.

(2012, Foto: Ralph Boehm) 

"ANDÄCHTIGE", ein fast vergessenes Denkmal am Bornweg 10. Geschaffen wurde es von Branko Ruzic (* 1919 in Slavonski Brod in Kroatien, an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina, t 1997 in Zagreb in Kroatien) (nicht zu verwechseln mit dem Stellv. Ministerpräsidenten von Serbien gleichen Namens). Ruzic war ein bekannter kroatischer Maler, Bildhauer und Professor an der Akademie der bildenden Künste in Zagreb. Nach Abschluß des Studiums der Bildhauerei schloß sich das Studium der Malerei an, welches er 1948 abschloß

(2021, Foto: Margarete Aydin)

Seit dem zahlreiche Ausstellung seiner Gemälde (unter anderem Lyon und Bern). Mitte der 1950er Jahre wendete er sich der Bildhauerei verstärkt hin und prägte den Satz das Statement "Alles ist eine Skulptur". Mehr als 100 Solo-Ausstellung folgten in Kroatien und im Ausland. Zahlreiche Auszeichnungen folgten (u.a. 1964 auf der Biennale von Venedig. Seine Werke werden in vielen Galerien und Museen ausgestellt. Seine Geburtsstadt Slavonksi Brod widtmet ihm die "Galerie Ruzic"; den Grundstock bilden über 400 Werke des Namensgebers selbst sowie Werke von mehr als 100 renomierten kroatischen Malern und Bildhauern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Dauerausstellung der kroatischen modernen Kunst (vgl. wikibrief.org 2021-12-01)

Bornweg 10

"Andächtige", Branko Ruzic, o.D.

(2012, Foto: Ralph Boehm) 

"ANDÄCHTIGE", ein fast vergessenes Denkmal am Bornweg 10. Geschaffen wurde es von Branko Ruzic (* 1919 in Slavonski Brod in Kroatien, an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina, t 1997 in Zagreb in Kroatien) (nicht zu verwechseln mit dem Stellv. Ministerpräsidenten von Serbien gleichen Namens). Ruzic war ein bekannter kroatischer Maler, Bildhauer und Professor an der Akademie der bildenden Künste in Zagreb. Nach Abschluß des Studiums der Bildhauerei schloß sich das Studium der Malerei an, welches er 1948 abschloß

(2021, Foto: Margarete Aydin)

Seit dem zahlreiche Ausstellung seiner Gemälde (unter anderem Lyon und Bern). Mitte der 1950er Jahre wendete er sich der Bildhauerei verstärkt hin und prägte den Satz das Statement "Alles ist eine Skulptur". Mehr als 100 Solo-Ausstellung folgten in Kroatien und im Ausland. Zahlreiche Auszeichnungen folgten (u.a. 1964 auf der Biennale von Venedig. Seine Werke werden in vielen Galerien und Museen ausgestellt. Seine Geburtsstadt Slavonksi Brod widtmet ihm die "Galerie Ruzic"; den Grundstock bilden über 400 Werke des Namensgebers selbst sowie Werke von mehr als 100 renomierten kroatischen Malern und Bildhauern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Dauerausstellung der kroatischen modernen Kunst (vgl. wikibrief.org 2021-12-01)

PFAFFENWIESE

Die Pfaffenwiese wird bereits 1692 erwähnt (Hallbauer Band i, S. 380); sie verdankt ihren Aufschwung und somit diese Art Häuser Friedrich dem Grossen: "Da in quantitativer Hinsicht der Wohlstand von der Bevölkerungszahl abhängt, suchte Friedrich der Grosse Preussens Volkszahl durch eine planmäßige Ansiedlungspolitik zu vergrößern... So begab sich der für die Grafschaft Hohenstein zuständige Rat Müller aus Halberstadt im Jahre 1764 auf Dienstreise, die ihn auch nach Sachsa führte". Seinem Protokoll vom 18. August des selben Jahres können wir Folgendes entnehmen:
"Da sich auch noch ein Baulustiger angefunden hat,  aber keine Plätze vorhanden, so ohne Schwierigkeit aus der Hut und Weide genommen werden könnten, so habe ich mich nach anderer Gelegenheit umgesehen und findet sich alhier dichte am Orte eine der Kirche zugehörige steuerbare Wiese, so der zeitige Pastor loci Salarii nutzet. Hierauf können mindestens 10 - 12 Häuser nach hiesiger Größe ihre Plätze finden... .. der Pastor loci erkläret, daß er zufreden seyn würde, wenn ihm die hiesige Cömmerey für die Pfaffenwiese jährlich 12 Rthlr. erlegte."
"Nach Erledigung der juristischen Formalitäten wurden am 20. Juni 1766 die Verträge mit folgenden ersten Siedlern abgeschlossen:
Zimmermeister Joachim Matthias
Höche; Andreas Cristoph Günther (ein Ackermann); Wilhelm Pfeiffer; Johann Heinrich Lintzel; Joh. Christian Grimm ein Landgespann (Fuhrmann); Johann Gottfried Kirchner; Höche und Günther hatten bereits im Jahre 1765 begonnen. Wenig später kamen hinzu:
Leinewebermeister Joh. Caspar
Stecher; Philipp Aurin; Uhrmacher Joh. Conrad Henne; Joh. Friedr. Linsel; John Heinrich Engelmann; als zwölfter machte der Maurer Johann Christoph Köhler den Beschluß. Wegen einiger Normüberschreitungen konnten anstatt 15 nur 12 Siedler auf der Pfaffenwiese Platz finden."
Ein Einzelfällen gab es trotz staatlicher Hilfe drückende Not. "So war z.B. der aus dem Hülferschen Regiment entlassene Zimmermann Wilhelm Pfeiffer wieder nach Küstrin beordert worden, und seine Frau Maria Eleonore hatte sich bei der hiesigen Kirchenkasse hoch verschulden müssen; der Zinsendienst fiel ihr besonders schwer. 1767 mußte Andreas Günther vor dem Magistrat dem Weiterverkauf seines noch unfertigen Hauses zustimmen, falls er es innerhalb der ihm bewilligten Frist "pro anni" nicht fertigstellen könnte."
Der König trieb zur Fortsetzung des Siedlungswerkes: "und muß als gethaner Anbau ferner gehörig poussieret werden" (4.X.1769), "damit also dieses Etablissement Pfaffenwiese im künftigen Frühjahr völlig besetztet und perfektioniret werde" (17.X.1769). Der letzte Vertrag mit Joh. Christoph Köhler wurde am 15.7.1771 mit der Auflage abgeschlossen, daß der Bau noch in diesem Sommer fertig werden müsse...
"Die Tatsache, daß von den 12 Namen der Neusiedler aus der Zeit vor 200 Jahren bis heute nur noch 5 übrig blieben (Aurin, Engelmann, Köhler, Pfeiffer und Stecher) stellt der Familienforschung eine interessante Aufgabe."
(BSN "A-Z", 11.Sept. 1971) 
"1852 wird die Pfaffenwiese beschottert"
(König, S. 8)


 Pfaffenwiese 2

Erbaut zwischen 1765 und 1771
< 1853: Haus Nr. 184 in der Pfaffenwiese
> 1854: Haus Nr. 226 in der Pfaffenwiese, Familie des Schneiders Polle
> 1890: Pfaffenwiese 2, Eigentümer sind die Geschwister Schröder
1934/1935: Abriß der Scheune.
1956: Abriß des Hauses

Unter der Last des Erkers drohte das ansonsten für Bad Sachsa typische Haus, welches Anfang der 1950er vier Erwachsenen und einem Kind ein Heim bot, zusammenzubrechen.

(>1958, Foto: Slg. R. Boehm) 

1935 wird der Abriß der damals dazugehörenden Scheune der Schröder`schen Erben unter Aufsicht des Bauunternehmers Gremm vollzogen. "Die Entfernung muß sofort erfolgen, da der Kindergarten der N.S.Volkswohlfahrt in dem Grundstück untergebracht wird...die Kindertagesstätte bereits am 20.d. Mts. [Mai 1935] eröffnet werden soll...".

Dazu scheint es aber nicht gekommen zu sein, jedenfalls lässt sich hierzu keine weitere Notiz finden.

1941 finden sich im Stadtarchiv zwei kleine Mitteilungen des damaligen Bürgermeisters Werges u.a. an den Bezirksschornsteinfeger in Ellrich:
"Betr. der Schornsteinangelegenheit bestehen keine Bedenken, gerade jetzt bei den Kriegsverhältnissen, daß an den vorhandenen Schornstein ein Ofen in der betr. Stube angeschlossen würde...". Auch wird die Eigentümerin aufgefordert, die zwei unbewohnten Räume zu vermieten, damit Steuerschulden bezahlt werden.

Unter der Last des Erkers drohte das ansonsten für Bad Sachsa typische Haus, welches Anfang der 1950er vier Erwachsenen und einem Kind ein Heim bot, zusammenzubrechen.  

"In diesem Haus wohnte eine Familie Witter . Der Mann hatte den Spitznamen Wippelbaum. Immer, wenn wir aus der Schule kamen, klopften wir bei Wippelbaum ans Fenster und rannten schnell weg. Wippelbaum kam heraus und drohte uns, aber wir waren schon außer Reichweite."

(Werner Scholten, Facebook 19.05.2022)

"Das weit über 100 Jahre alte Fachwerkhäuschen befindet sich in einem völlig verbrauchten und stark baufälligem Zustand", und so erhält Jupp Gremm 1955 die Genehmigung zum "Abbruch des Wohnhauses mit Wirtschaftsgebäude" (StABS)

 (Göttinger Tageblatt / Bad Sachsaer Nachrichten 01.07.1959)

PFAFFENWIESE 2: Aufbruch in eine neue Zeit!

(1960er, Stadtarchiv Bad Sachsa) 

"Ein altes, baufälliges Fachwerkhaus mußte in Bad Sachsa an der Pfaffenwiese verschwinden, wurde abgerissen und gab dem schmucken Zweckbau Platz, der in hellen OTAVI-Klinkern, wie sie auch an der neuen Jugendherberge zu finden sind, ein lichtes Bild bietet. Der erste Spatenstich zu den Ausschachtungsarbeiten wurde am 8. Oktober 1958 getan - durch die Bauunternehmung Gremm in Bad Sachsa, die für Planung und Gesamtausführung verantwortlich zeichnet. Der Kurort hat nun seine zweite Apotheke, eine solche, die der Stadt zur Zierde gereicht." (Göttinger Tageblatt / Bad Sachsaer Nachrichten 01.07.1959)

(28.08.2021, Foto: R. Boehm)

Der zweite Besitzer war Herr Bitzer, der die "Kur-Apotheke an Herrn Rolffes verkaufte (gleichzeitig Eigentümer diverser Apotheken, u.a. der hiesigen Stadt-Apotheke); dieser schloss direkt nach Erwerb diese Apotheke endgültig in 2005. Den Auswirkungen der Gesundheitsstrukturgesetze (vgl. insbesondere.....) fielen zuerst die diversen Kurheime, leider eben auch in Bad Sachsa, zum Opfer; anschließend halbierte sich die Zahl von zwischenzeitlich 4 Apotheken auf nunmehr eben noch zwei. Seit rund einem Jahrzehnt beherbergt dieses Gebäude eine Physiotherapie- und Massagepraxis.

Der "schmucke Zweckbau..., der in hellen OTAVI-Klinkern, ein lichtes Bild bietet..." und "der Stadt zur Zierde gereicht" (1959) war gestern! Seit 2020/2021 jedenfalls leuchtet das nunmehr verputzte Haus in noch helleren freundlichen Farben.

Pfaffenwiese 5

Erbaut zwischen 1765 und 1771
< 1853: Haus Nr. 187 in der Pfaffenwiese, Familie des Zimmermanns Willige
> 1854: Haus Nr. 229 in der Pfaffenwiese, Familie des Zimmermanns Willige
> 1890: Pfaffenwiese 5, Familie Willige 


(ca. 1970, Foto, Anja Danneberg) 

Im weißen Jacket der Nachbar Horst Diener, bekannt geworden als "der singende Wirt".

Weitere Gebäude in der Pfaffenwiese

Pfaffenwiese 5 

(1939, Foto, Slg. R. Boehm)


Der große Umzug anläßlich des 125jährigen Bestehens des Schützenvereins Bad Sachsa  von 1814 wie auch dem 75jährigen Jubiläum des Kurortes Bad Sachsa 1864.

Pfaffenwisssssssssssssss

(csssssssssssssssssssssssssg) 


Einsssssssss

PFAFFENWIESE 12/13

Pfaffenwiese 13 

(1905, Rechnung, Slg. R. Boehm)


Robert Creutzberg, Schlossermeister, schreibt diese Rechnung an den Walkenrieder Tischlermeister Heinrich Domeyer für die Reparatur der Bandsäge

Pfaffenwiese 12/13

(1970er, Slg. R. Boehm) 


Ein ganzes Jahr mussten die Kinder darauf warten, daß endlich der Schützenumzug kam, denn mit ihm kam auch "Onkel Pelle"! Im Hintergrund die Pfaffenwiese 12 und 13 der Familie G. Creutzberg.

Poststraße

Villa Daheim

Ehedem Groschenplan 271 - heute Poststraße 6 

Bauunternehmer Karl Heidecke 

"Entstehung neuer Etablissements.., (1883-1910, StABS I.qu.25)

Diesem "Situationsplan von den Etablissements des Lieutnant a.D. Freiherrn v. Strombeck und des Bauunternehmes Karl Heidecke hier" ist in rot die jeweilige projektierte Villa zu entnehmen. Die erwähnten Straßenbezeichnungen sind v.l.n.r. die "Kirchstraße", "Hinter den Höfen" (heute Ringstraße), "nach Tettenborn" (Schillerstraße), "nach Steina" (Steinaer Straße), unbezeichnet (Talstraße), "Mühlgraben" und der "Groschenplan" (Poststraße). In schwarz sind die Häuser "Baumgärtel" (Baujahr ca. 1890, Steinaer Str. 1, Vorgänger des Art Deco-Gebäudes), "v. Hahn" (Poststr. 4) und "Conventes" (ab ca. 1900 Deibel, heute Rathaus).

Grundstück "Peter"

"Verkauf städt. Grundstücke" etc., (1905ff, Anlage eines Teiches, StABS I.r.9) 


Der "Mühlgraben" teilt das Deibel`sche Gelände ("Anlage eines Teiches") und das mit "Peter" bezeichnete Grundstück in dieser Zeichnung von 1905 ff. Diese Zeichnung wird die Basis gewesen sein für Stadarchivar Günter König, das Foto rechts mit "Villa der Familie Peter" zu beschreiben; allerdings ist das Baujahr noch zu ermitteln.


"Villa der Familie Peter am Postplatz, seit 1938 Stadtsparkasse. Hier zwischen 1895 und 1900."

(Günter König: Bad Sachsa, Vom Bauernstädtchen zum Kurort, Horb am Neckar, 1988, ISBN 3-89264-233-8. S. 30) 

"Villa Daheim" heißt es rechts unter den Giebelfenstern. Besonders hervorzuheben bzgl. der Bauweise sind bei diesem Gebäude die atypische komplette Verschieferung, so daß das Fachwerk lediglich bei den Balkonen sichtbar ist und die bleigefaßten Gläser der Balkone, die hier per sé nicht als Wintergarten zum Luftkuren gedacht sind!


"Umbau des früher Dr. Stöhr gehörigen Wohnhauses zur Stadt-Sparkasse, in Bad Sachsa, Poststr. No. 6" in 1938

(Stadtsparkasse Bad Sachsa) 

Eine Spielart der "Neuen Sachlichkeit" vermischt mit Art Deco-Elementen wird den Architekten Robert Kälz bewogen haben, diesen Entwurf für die Auftraggeber, die Stadt-Sparkasse Bad Sachsa, zu entwickeln und umzusetzen.

"Städtische Sparkasse" und Rodelkorso, wohl 1950

(1950 ?, Foto: Familie Leimcke, Postraße 4) 

Die Sparkasse bleibt modern und wird sicherlich auch diesen Rodelkorso-Umzug von (vermutlich) 1950 unterstützt haben!
Im Bilde ist der Festwagen des Wintersportvereins WSV Bad Sachsa (mit Holzrücke-Schlitten, wie er um 1900 zum Vergnügen der Touristen auf dem Ravensberg eingesetzt war)


Unsere "Sparkasse", ca. 1968

(ca. 1968, Foto: Slg. R. Boehm) 

Die Wintergärten linker Hand des Gebäudes mußten den Erweiterungen des Sparkassengeschäfts weichen und der Eingangsbereich wurde aus selben Gründen neu rechter Hand gestaltet.

"Städtische Sparkasse" und Rodelkorso, wohl 1950

(1950 ?, Foto: Familie Leimcke, Postraße 4) 

Die Sparkasse bleibt modern und wird sicherlich auch diesen Rodelkorso-Umzug von (vermutlich) 1950 unterstützt haben!
Im Bilde ist der Festwagen des Wintersportvereins WSV Bad Sachsa (mit Holzrücke-Schlitten, wie er um 1900 zum Vergnügen der Touristen auf dem Ravensberg eingesetzt war)


IN ARBEIT

(ca. 1968, Foto: Slg. R. Boehm) 

Das Hauptgebäude wird in den Jahren 1994/1995 neu errichtet und am 27.01.1996 mit einem "Tag der offenen Tür" eingeweiht


WALKENRIEDER STRASSE

Walkenrieder Straße 1

vor 1890: Walkenrieder Chaussee 307, Gärtnerei Thiele .
1895: Walkenrieder Straße 1, Landschaftsgärtner Gustav Ereke übernimmt den Betrieb.

(1919, Rechnung, Slg. R. Boehm) 


Bereits vor 1890 hat die spätere "Kunst- und Handelsgärtnerei/Blumenbinderei" (1919) von Richard Thiele ihren Grund und Boden an der Walkenrieder Chaussee 307, die ab ca. 1890 als Walkenrieder Straße 1 zu finden ist. Thiele erhält 1908 die Erlaubnis zum Bau von Stall und Wohngebäude (StABS Altarchiv).

(1927, Foto: Slg. R. Boehm) 


1924 wird eine Pension vom damaligen Gärtnereibesitzer Rockenfeller angemeldet; zwei Jahre später wird durch ihn das Wohnhaus umgebaut und erhält insbesondere den prägenden Vorbau

(1932 ca., Stadtplan mit Werbung)

1936 übernimmt Marie Wawrina die "Fremdenpension", die bereits  kurz darauf 1939 von Frl. Richter & Dross für den Betrieb eines Kinderheimes gepachtet wird. Nach dem II. WK übernimmt Frau Lüding das Kinderheim (StABS 471/01)

Kinder-Kurheim Haus Lüding

(OKA-Sachsaer Tageblatt, leider ohne Datum. In Facebook-Beitrag am 25.5.2019 von Tom Schreiber) 


Nach dem II. Weltkrieg diente auch dieses Haus (wie alle anderen großen Häuser auch) teilweise zur Unterbringung von Flüchtlingen; die damals vorhandenen 45 Betten wurden zur Hälfte durch die Sozialverwaltung Hamburg sowie die Stadtverwaltung Bremerhaven mit TBC-gefährdeten und erholungsbedürftigen Kindern belegt, die andere Hälfte mit Flüchtlingen (07.06.1947, StABS 471/01).

Kinder-Kurheim "Haus Lüding"

(1955, AK vs: Slg. R. Boehm) 


Ab vermutlich 1951 übernehmen Jugendleiterin Charlotte Hanff und Krankenschwester E. Dross (s.o.) die Trägerschaft. Ab 1957 übernimmt das Ehepaar Kern die Geschicke und führt das "Kinder-Erholungs- und Genesungsheim Haus Kern, Inh. Helmut Kern, für Kinder von 4 bis 14 Jahren in 15 "Zi. m. Fließw., Bad im Hause" und 50 Betten (Prospekt 1958). 1972 endet das Pachtverhältnis und das Kinderheim zieht um in die heutige Ringstr. 48 (damals Bahnhofstr. 12).

Haus Kern

(1961, AK: Slg. R. Boehm) 

Wohl 1974 beginnt der Abriss und in der Folge werden auf diesem Gelände Einfamilien-Reihenhäuser errichtet.


ZIEGELSTRASSE

Ziegelstraße 21 (damals Nr. 19)

(ca. 1960, Foto: Willi Müller; Slg. R. Boehm) 


Hoher Besuch!
Der Bürgermeister Hermann Döbrich (helles Sakko) und Stadtdirektor Willi Müller (dahinter halb verdeckt) gratulieren Herrn Löhr wohl zu einem runden Geburtstag.
Aus dem Fenster schaut Frau Klapproth zu (verheiratet mit dem Dachdecker  und Hausschlachter Oskar Klapproth).

(Besten Dank an dieser Stelle wieder mal an Gerhard Seiert, der mit seinem Wissen über die Schmerls, mit Rat und Tat uns zur Seite steht!)