Ober- und Untertor

Das Obertor beherbergte die Gänsehirten

(Zeichnung: Otto Löhnis, Wintersport-+Heimat-museum Bad Sachsa)

Bevor der Gänsehirt einzog, wohnte hier der Totengräber.

Das Obertor wurde erstmalig vor dem 30jährigen Krieg erwähnt.

Hier stand bis 1847 das Obertor

Höhe Kirchstraße 15 + 20

Die Pflasterung zeugt bis heute vom ehemaligen Standort.

Das Untertor beherbergte die Gefängniszellen 

(Zeichnung: Otto Löhnis, Wintersport-+Heimat-museum Bad Sachsa)

Im Tor befanden sich ein Wachstube, im massiven Turm die Gefängniszellen, unter dem Ziegeldach die Polizeidienerwohnung. Nach dem Abriss 1854 wurden die Gefangenen im damaligen Rathaus untergebracht.

Hier stand bis 1854 das Untertor

(Foto: Slg. M. Wedler)

Die Marktstraße von unten gesehen. In diesem Bereich stand bis 1854 das untere Tor. Wo heute Autos fahren, flossen einst Wasser und Abwasser entlang.

 

Schließlich dürfen wir uns inmitten der Straße noch ein munter dahinfließendes Bächlein denken… Oder nein, eher eine Abwasserrinne, in der sich Oberflächenwasser, aber auch allerlei andere Flüssigkeiten sammelten und zum unteren Tor hinaus der Uffe zuflossen, welche derweil ihre der Gerberei wegen auch nicht ganz sauberen Bahnen hinter den Häusern entlang zog. Immerhin wurde der Abbruch des Untertores seinerzeit auch deswegen begrüßt, weil endlich frische Luft ungehindert die Marktstraße herab wehen konnte.