Bahnhöfe

Bahnhof Tettenborn

(1901, Slg. R. Boehm A 189)


Einige Hotels boten ihren Gästen die Abholung am Bahnhof Tettenborn und später am Bahnhof Bad Sachsa mit eigenem Fuhrwerk an. Das war auch nötig, denn hätten die Gäste laufen sollen, wäre ihre Begeisterung für Bad Sachsa sicher weniger groß gewesen. Beamte, so ist es im damaligen Fahrplan vermerkt, durften sich bei Dienstreisen ob der weiten Wege ab „Tettenborn-Sachsa“ ein Fuhrwerk bestellen und dies dann auch abrechnen…

Bahnhof Bad Sachsa in Neuhof

(1896, Slg. R. Boehm A 236)

Der lange Kampf der Sachsaer um einen eigenen Bahnhof wurde schließlich 1896 belohnt, als auf Neuhöfer Gemarkung eine Haltestelle „Sachsa“ in Betrieb ging. 1906 entstand das stattliche Empfangsgebäude für „Bad Sachsa“. Die Fuhrwerke und Kutschen wurden später durch einen Omnibus der Firma Gropler mit Gepäckanhänger ersetzt, 

PS ersetzen Pferde-Stärken

Fahrplan der Firma Gropler und Wagner aus dem Jahr 1930

Infrastruktur erzeugt "Traffic"

Im Jahr 1869 fuhr zwischen Herzberg und Nordhausen der erste Zug. Bad Sachsa ging vorerst leer aus, die nächstgelegenen Bahnhöfe waren Tettenborn, später „Tettenborn-Sachsa“ genannt, und Walkenried. Aus topographischen Gründen und weil das Königreich Preußen und das Herzogtum Braunschweig sich auf eine entsprechende Linienführung geeinigt und dies per Staatsvertrag besiegelt hatten, führte die Strecke hier entlang, überbrückte die Uffe-Niederung mittels eines beachtlichen Dammes und verschwand dann im Einschnitt des Sachsensteins. Fuhrwerke stellten die Verbindung zwischen dem Bahnhof in Tettenborn und der aufstrebenden Kurstadt her. Unter anderem aufgrund der Bemühungen von Richard Breslau erhielt die Stadt 1896 eine Haltestelle mit einem kleinen Fachwerkbau als Empfangsgebäude. Das heute leer stehende Bauwerk entstand 1906. 

 

Trotz der etwas abseitigen Lage wurde die Station – mangels Weichen übrigens offiziell immer nur ein „Haltepunkt“ – zum Verbindungspunkt Bad Sachsas mit der großen Welt. In „Richters Reiseführer“ vom Harz ist für das Jahr 1912 festgehalten, dass die Post dreimal täglich zum Bahnhof und zurück transportiert wurde. Fünfmal täglich verkehrte eine Personenpost zum Preis von 30 Pfennig zwischen der Stadt und ihrem Bahnhof. „Hotelomnibusse, die immer in genügender Zahl vorhanden sind“, kosteten 50 Pfennig, für „Extrawagen“ wurden 2 bis 3 Mark fällig. Mit Omnibus ist hier noch ein Pferdefuhrwerk gemeint, später übernahm aber ein richtiger „Kraftomnibus“ diese Verbindung. 

Fahrplan Sommer 1960

Es gibt eine einfache Wahrheit: Wenn Sie an das glauben, was Sie tun, können Sie Großes erreichen. Das ist der Grund, warum Ihnen bei der Erreichung Ihres Zieles helfen möchten.

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