Kuckanstal

Der "KURZ" Parkplatz                   (Eingang zum Kuckanstal)

(ca. 2018. Foto: Hans-Jürgen Liebau 17.08.2020 auf facebook)

Wer meint, dass er während seines Spazierganges hier sein KFZ abstellen darf, befindet sich auf dem Holzweg, denn dieser Parkplatz ist ausschließlich dem Sportler Josef Kurz, in Bad Sachsa bekannt als Peppi, vorbehalten. (Leider ist das Schild um 2020 untergegangen im Rahmen der Forstarbeiten) 

Josef "Peppi" Kurz                        (im Foto ganz links)

(Foto: privat, 06.08.2015 im Harz Kurier)
 

Nicht zu bremsen: „Peppi“ läuft und läuft  Die Südharzer Lauflegende Josef „Peppi“ Kurz feiert am 18. November 2018 seinen 80. Geburtstag.
Das Kuckanstal war seine Trainingsstrecke: Etwa 40.000 Runden hat Josef „Peppi“ Kurz im Laufe seiner Läuferkarriere dort im Training absolviert. Heute ist sein Pensum geringer, rennt er noch dreimal in der Woche entlang des Radwegs zwischen Walkenried bis hin zur Ortsmitte Wiedas – und flößt mit seinem Tempo immer noch manch anderem Respekt ein. Am 18. November feiert er seinen 80. Geburtstag im Kreis von Familie – darunter Ehefrau Gerlinde uns seine beiden Töchter Martina und Andrea – sowie Freunden. 

Die Schar der Gratulanten wird dabei sicher wieder groß werden, gilt es doch einer lebenden Südharzer Lauflegende Tribut zu zollen. Viermaliger Vizeweltmeister, fünfmaliger Europameister und 35-facher Deutscher Meister – „Peppi“ Kurz zählt – obwohl er bereits vor zehn Jahren seine Wettkampfkarriere beendete, immer noch zu den erfolgreichsten Deutschen Seniorenläufern aller Zeiten. „Eigentlich war mein Ziel einmal Deutscher Meister zu werden“, erklärt der gebürtige Südtiroler lachend. Dass es soviel mehr geworden sind, sei für ihn vor allem ein Ergebnis seines harten Trainings. „Mir wurde oft gesagt, dass ich wie ein Profi arbeite. Aber bei mir galt immer, wenn ich etwas mache, dann auch richtig“, betont er. (Thorsten Berthold in HK online 16.11.2018)

Mit Sack und Pack zieht die ganze Familie

(2018-07-17 online, Zum 70-jährigen Bühnenjubiläum, DX-Gerlinde-Kurz-cd-Cover-Mit-Sack-und-Pack)

In Arbeit!"Mit Sack und Pack zieht die ganze Familie" hieß nicht nur die Schallplatte der Bad Sachsaer KURZ-FAMILIE, sondern viele Jahre packte die hübsche Mutter, Gerlinde, in ihrer Geschenk-Boutique (Marktstrasse 66) Sack und Pack zusammen und zog mit Mann "Peppi" und den beiden Töchtern, Andrea und Martina, von einer Veranstaltung zur anderen, von Sender zu Sender- und natürlich auch zum Fernsehen.
Diese Auftritte gehörten dann zum Alltagsleben der beliebt und bekannt gewordenen KURZ-FAMILIE aus dem Südharz dazu. Es fing alles damit an, dass die damals noch kleine Gerlinde am 23.5.1948 mit sieben Jahren in den örtlichen Harzklub-Zweigverein eintrat und von Meisterjodler Erich Storz (zuletzt wohnhaft bis zu seinem Tode ebenfalls in Bad Sachsa in der Hohe Bergstrasse 8), der zur "Familie" der "Lustigen Musikanten" gehört, entdeckt und seine erste Jodelschülerin wurde. das sollte Folgen haben, denn zwei Jahrzehnte danach jodelte Gerlinde Kurz in der Meisterklasse.
Biographie in Ausschnitten + verkürzt: 1957 Erster Fernsehauftritt in Bad Sachsa, 1969 Erster Auftritt der Kurz-Familie (Gerlinde und Peppi Kurz mit den beiden Töchtern Andrea, 5 Jahre und Martina, 4 Jahre). Nach 18 Jahren wird aus der Kurz-Familie das Kurz Duo (Gerlinde + Peppi). 1975 Erste Schallplatte und Kassette des Harzklubs "Die Lustigen Südharzer" mit dem Titel "Waldbedeckte Berge" gesponsert vom Produzenten Erich Storz. 1979 Schallplatte und Kasette der Kurz-Familie mit dem Titel "Mit Sack undPack zieht die ganze Famlie".

Reinhardtsbrunnen im Kuckanstal

(seit 1889; 1907, AK:  Slg. R. Boehm)

"Nach dem in der vergangenen Woche die Arbeiten am REINHARDTSBRUNNEN vollendet worden waren, wurde am Sonnabend den 13. d.M. die Einweihung dieses Brunnens vorgenommen. Zu dem Ende hatten sich am gedachten tage Abends die Mitglieder des Magistrats und der Verschönerungs=Commission, außer-dem die Herren Meister Kälz sen. und jun., Beiermann und Adam, welche sich direkt an der Herstellung des Brunnens zund zwar Herr Kälz jun. in hervorragender Weise betheiligt hatten, mit den beiden tüchtigen Gesellen Lohmann und Polle und dem Bademeister Meisner nebst den Arbeiterinnen Höfer, Malter und Polle ein-gefunden. Der Vorsitzende der Verschö-nerungs=Commission, welcher die Arbeiten am Brunnen geleitet hatte, erläuterte zunächst in einigen Worten die Entstehung des Brunnens in seier jetzigen Verfassung. Dieselbe war ja nur dadurch möglich geworden, daß Herr Reinhard in Reudnitz=Leipzig in freisinniger Weise die nothwendigen Mittel der Versch.= Commission überwiesen hatte. Ihm gebühre deshalb der erste und hauptsächliche Dank, welchem man nicht besser Ausdruck geben könne, als daß man dem Brunnen seinen Namen gäbe. Aber auch den Herren Meistern nebst ihren Gesellen und Arbeitern sei die Commission zu großem Dank verpflichtet, da es nur in Folge ihrer Umsicht und regen Thätigkeit gelungen sei, die mancherlei Schwierigkei-ten beim Bau zu überwinden. Hiernächst übergab der Vorsitzende der Versch.=Commission den Brunnen Wohllöblichem Magistrat und bat um Schutz und Schirm desselben. Der Herr Bürgermeister ergirff dann das Wort, vollzog in sehr würdiger Weise die Taufe des Brunnens, dankte der Versch.=Commission für die bewiesene Thätigkeit, übernahm den Brunnen als Eigenthum der Stadt und er-klärte nach Kräften dahin wirken zu wollen, daß derselbe vor Schädigungen bewahrt bliebe. Zum Schluß wurde noch auf das Wohl des Herrn Reinhardt getrunken und ihm von den Anwesenden ein Hoch ausgebracht." (Zeitung für den Harz, 18. Juli 1889).

1966 wurde der Reinhardtsbrunnen umgestaltet, die Quelleinfassung und die Inschrift erneuert (berichtet der Harzklub Zweigverein Bad Sachsa in seinen Entwicklungsplanungen für 1962 und 1966).

Kanzelfelsen im Kuckanstal (Hotel Katzenstein oben rechts, ca. 1900; AK: Slg. R. Boehm)

Ein jähes Ende nahm eine Vatertags-tour (üblicher Brauch für Väter und solche, die es noch werden wollten), in den 1980ern mit Bollerwagen und Kiste Bier in die freie Natur, diesmal ins Kuckanstal. Beim Hinaufklettern zur Kanzel verließ ihn das Glück, er stürzte ab, die Fichten fingen ihn nicht auf; doch rechtzeitig kam das Glück zurück - er überlebte den Aufprall und konnte im Krankenhaus Herzberg wieder hergestellt werden. (Ralph Boehm 2020 über einen Freund).


Waldarbeiter-Stein im Kuckanstal. (Ausschnitt)

Waldarbeiter-Stein im Kuckanstal. (rechter Hand der Abzweig zum Ete ballert-Weg / fälschlich bezeichnet als Ede-Baller-Weg. 2018-07-06; Foto: R. Boehm)

Mit diesem Stein haben die langjährigen Forstarbeiter im Stadtwald Bad Sachsa Pavao Ceh, Wolfgang Lieberum, Holger Krach und Hans-Otto Bruchmann 2018 in den ersten Juli-Tagen ihrem Berufsstand ein ehrendes Gedenken geschaffen: "Mit ihrer oft gefährlichen Arbeit formen Waldarbeiter, Holzrücker und Fuhrleute seit Generationen unsere Wälder, damit werden für uns die Erzeugnisse des Waldes erst nutzbar." ist der grünen Tafel zu entnehmen.

Gedenkstein von Laer im Kuckanstal (August 2005, Foto:  Slg. R. Boehm)


Ihrem ehemaligen Vorsitzenden Oberst von Laer setzte der Jagd=Verein Ravensberg 1912 am Eingang des Kuckanstales diesen Gedenkstein mit dem Gruß "Waidmannsheil."

Gedenkstein im Kuckanstal  (H.W. Degenhardt in: Bad Sachsaer aktuelles Echo, Fr., 26.02.1982)

Kuckanstal

Entwurf / Platzhalter: Facebook 2018-04-12, Feuer-Salamander morgens im Kuckanstal, Sascha Storz

HARZKLUB-Tafel

(22.12.2012, Foto, Photograph: Ralph Boehm)

In Arbeit!!!

Brunnenhaus

(22.12.2012, Foto, Photograph: Ralph Boehm)

In Arbeit!